-1 of 2- 10 Nov 2011 06:44:00 UTC DJ ÜBERBLICK/Unternehmen - 7.30 Uhr-Fassung
Atomausstieg setzt RWE-Gewinn stärker unter Druck als erwartet
Dem Energiekonzern RWE haben in den ersten neun Monaten der Atomausstieg und ungünstige langfristige Gasverträge zu schaffen gemacht. Bei einem nahezu konstanten Umsatz von 38,2 Mrd EUR ging das Betriebsergebnis um 30% auf 4,3 Mrd EUR zurück, wie das DAX-Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das für die Dividendenberechnung maßgebliche um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis sank um 44% auf 1,8 Mrd EUR. Während das operative Ergebnis von den von Dow Jones Newswires befragten Analysten so erwartet wurde, hatten sie beim nachhaltigen Nettogewinn mit knapp 2 Mrd EUR gerechnet.
Siemens will auch 2011/12 wachsen
Europas größter Technologiekonzern Siemens will trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds auch im neuen Geschäftsjahr wachsen. "Wir sind gut gerüstet für ein moderates Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2012", sagte Vorstandschef Peter Löscher. Die Auftragseingänge sollen deutlich stärker steigen als die Erlöse, was für eine anhaltend hohe Dynamik spricht. Beim Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft rechnet Siemens mit einem Wert von 6 Mrd EUR. Löscher hatte im Juli von einer einerseits schwächer werdenden Dynamik in entwickelten Märkten und anderseits zunehmenden Risiken - wie der Gefahr der Überhitzung in einigen Schwellenländern - gewarnt.
Telekom bestätigt Gesamtjahresprognose
Der Deutschen Telekom haben im dritten Quartal die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen zu schaffen gemacht, sie hält aber an ihrer Jahresprognose fest. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aus fortgeführtem und aufgegebenem US-Geschäft sank auf 4,91 Mrd EUR nach 5,02 Mrd EUR im Vorjahreszeitraum. Es blieb damit etwas hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Unter Herausrechnung von T-Mobile USA ging diese Kennziffer um 2,7% auf 3,9 Mrd EUR zurück. Zugleich bestätigte die Deutsche Telekom AG die Prognose für das Geschäftsjahr 2011, wonach beim bereinigten EBITDA ohne US-Geschäft 14,9 Mrd EUR erreicht werden sollen.
Celesio-Gewinn bricht wg Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen ein
Der Pharmagroßhändler Celesio hat in den ersten neun Monaten durch die Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen wie erwartet Federn lassen müssen. Das Nettoergebnis brach auf knapp 30 Mio EUR nach 193 Mio EUR im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Bereinigt um Abschreibungen sank der Nettogewinn um knapp 34% auf 147 Mio EUR. Der Umsatz nahm um 1,1% auf knapp 17,2 Mrd EUR ab.
Fielmann sieht dank erweitertem Filialnetz Umsatz- und Gewinnplus
Die Ausweitung des Filialnetzes und der vermehrte Verkauf von margenstarken Gleitsichtbrillen haben bei der Optikerkette Fielmann im dritten Quartal Umsatz und Gewinn einen Schub gegeben. Auch für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum. Die Einnahmen im Quartal verbesserten sich um 4,5% auf 272,1 Mio EUR, der Nettogewinn um 5,8% auf 37 (35) Mio EUR, wie das Unternehmen mitteilte.
Sky Deutschland senkt mit Rekordkundenwachstum seine Verluste
Sky Deutschland hat im dritten Quartal bei erhöhten Umsätzen ihren Verlust weiter gemindert. Dabei hat der Bezahlsender deutlich mehr Kunden hinzugewonnen als vor Jahresfrist und auch den Umsatz je Kunden gesteigert. Der Nettofehlbetrag halbierte sich für Juli bis September auf 47 Mio EUR. Die Kundenbasis vergrößerte sich mit plus 98.000 mehr als doppelt so stark wie im Vorjahr und liegt nun bei 2,86 Millionen. "Wir haben alle Kennzahlen verbessert und das beste Neukundenwachstum der Unternehmensgeschichte in einem dritten Quartal erzielt", bilanzierte der Vorstandsvorsitzender Brian Sullivan. Die Erwartungen der Analysten wurden mit Ausnahme des Umsatzes je Kunden leicht übertroffen.
Brenntag legt beim Gewinn weiter zu
Die Brenntag AG hat im dritten Quartal weiter gute Geschäfte gemacht. Der Nettogewinn stieg um mehr als 50% auf knapp 67 Mio EUR, wie der Chemiedistributeur mitteilte. Das operative Ergebnis EBITDA legte dagegen lediglich um 3,9% auf 167 Mio EUR zu - negative Wechselkurseffekte dämpften das Wachstum. Währungsbereinigt lag das Plus bei 8,6%. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten sich hier etwas mehr erhofft.
Fraport wächst weiter, bleibt aber unter den Erwartungen
Die Fraport AG ist im dritten Quartal weiter gewachsen. Umsatz und operatives Ergebnis blieben allerdings unter den Markterwartungen. Die Umsätze legten auf 665,4 Mio von 621,5 Mio EUR zu. Der Konzerngewinn stieg auf 120,4 (109,6) Mio EUR, wie aus dem Zwischenbericht hervorgeht. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen erreichte 287,9 Mio EUR. Analysten hatten im Konsens aber mit einem EBIT von 291 Mio EUR und Einahmen von 673 Mio EUR gerechnet.
United Internet bestätigt nach 9 Monaten Jahresziele
United Internet hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres geringfügig besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Zudem bekräftigte der Internetanbieter seine Ziele für dieses Jahr. Wie das Unternehmen mitteilte, steigerte es den Umsatz im Berichtszeitraum auf 1,537 (Vorjahr: 1,409) Mrd EUR. Analysten hatten den Umsatz im Schnitt auf 1,530 Mrd EUR geschätzt. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg auf 224 (211) Mio EUR.
Moody's senkt HeidelDruck-Ausblick auf "negativ"
Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für das Corporate-Family-Rating (CFR) und das Rating für die Ausfallwahrscheinlichkeit (PDR) der Heidelberger Druckmaschinen AG auf "negativ" herabgesetzt. Gleichzeitig bestätigte die Agentur nach Angaben beide Rating-Einstufungen.
Gesco erhöht nach gutem ersten Halbjahr die Jahresprognose
Der Mittelstands-Investor Gesco hat nach einem guten ersten Halbjahr die Prognose für das Geschäftsjahr 2011/12 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun einen Konzernumsatz von rund 400 (bislang 390) Mio EUR, wie die Gesco AG mitteilte. Das Nettoergebnis werde sich auf rund 21 (bislang 19) Mio EUR belaufen, was einem Ergebnis je Aktie von 6,95 EUR entspricht.
freenet erhöht nach starkem Quartal die Prognose
Nach einem besseren dritten Quartal als erwartet hat der Telekomdienstleister freenet die Prognosen für das Gesamtjahr erhöht. Das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA soll im laufenden Jahr nun 355 Mio EUR erreichen und damit 5 Mio EUR mehr als bislang in Aussicht gestellt. Den freien Cash-Flow sieht der TecDAX-Konzern 10 Mio EUR höher als bislang bei über 230 Mio EUR.
BayWa steigt in neuseeländischen Obsthandel ein
Die BayWa AG will in den internationalen Obsthandel in Neuseeland einsteigen. Zu diesem Zweck will das Unternehmen 63% an Turner & Growers Ltd. (T&G) übernehmen, wie BayWa mitteilte. Mit dem T&G-Hauptaktionär Guiness Peat Group Plc hat sich der Handelskonzern nach eigenen Angaben schon über den Erwerb seiner Anteile in Höhe von 63% geeinigt. Im Rahmen der rechtlichen Vorgaben in Neuseeland werde die Akquisition Teil eines Übernahmeangebots, um bis zu 100% des Aktienkapitals von T&G zu einem Preis von NZD 1,85 pro Aktie zu übernehmen.
EADS erhöht nach gutem Drittquartal Prognose für 2011
Dank eines gut verlaufenen Drittquartals erhöht der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS seinen Jahresausblick für Aufträge, Umsatz, bereinigtes EBIT und Free Cash Flow. Es werde nun mit 1.500 Bruttobestellungen gerechnet, teilte der im MDAX gelistete Konzern mit. Bisher waren rund 1.00 Orders geplant. Die Auslieferungen sollen weiterhin zwischen 520 bis 530 Zivilflugzeugen liegen. Für den Umsatz rechnet die European Aeronautic Defence and Space Co NV (EADS) mit einem Anstieg von mehr als 4%. Bisher war lediglich ein Wert über dem Niveau von 2010 in Aussicht gestellt worden.
Air France-KLM will nach Gewinnwarnung verstärkt sparen
Die Fluggesellschaft Air France-KLM rechnet nach einem schwachen Quartal nun mit einem Verlust im laufenden Geschäftsjahr. Gleichzeitig kündigte das 2004 aus der Fusion von Air France und KLM entstandene Unternehmen einen dreistufigen Restrukturierungsplan an. So sollen Fixkosten eingespart, Flugrouten überprüft und Schulden reduziert werden. Im zweiten Quartal des Rumpfgeschäftsjahres 2010 (per Ende Dezember) brach der Nettogewinn wegen anhaltend hoher Treibstoffkosten auf 14 (Vorjahr: 290) Mio EUR ein und lag damit weit unter der Markterwartung von 291 Mio EUR.
Kapitalanlage verhilft Zurich Financial zu ordentlichem Q3
Beim Finanzkonzern Zurich Financial Services hat das gute Kapitalanlageergebnis die Belastungen durch den Wirbelsturm Irene und die Hagelstürme in der Schweiz und Deutschland ausgeglichen. Im dritten Quartal lag der von Analysten besonders beachtete Business Operating Profit bei 1,117 Mrd USD nach 1,248 Mrd USD im Vorjahresquartal. Damit verfehlten die Schweizer allerdings knapp den Analystenkonsens, der auf 1,136 Mrd USD lautete.
Energiesteuer lastet auf Versorger Enel
Hohe Energiesteuern haben das Ergebnis von Italiens größtem Energieversorger Enel SpA im dritten Quartal geschmälert. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte das Unternehmen überdies die Prognose, dass sich der Gewinn rückläufig entwickeln wird. Das Nettoergebnis sank von Juli bis September auf 940 Mio (Vorjahr: 1,02 Mrd) EUR, lag damit aber immer noch oberhalb der Analystenprognose von 825 Mio EUR. Der Umsatz legte auf 19,1 (18,2) Mrd EUR zu.
UniCredit-Kapitalerhöhung könnte verschoben werden - Kreise
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
November 10, 2011 01:44 ET (06:44 GMT)
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Wegen der jüngsten Turbulenzen um die Staatsschuldenkrise im Euroraum muss die UniCredit SpA ihre geplante Kapitalerhöhung womöglich verschieben. Angesichts der gegenwärtigen Volatilität an den Börsen sei es der italienischen Bank nur sehr schwer möglich, die Kapitalmärkte anzuzapfen, sagten mit der Situation vertraute Personen. Das Volumen der Maßnahme könne sich auf bis zu 7 Mrd EUR belaufen, Analysten erwarten eine Größenordnung von 4 Mrd EUR bis 7 Mrd EUR, abhängig davon, ob die italienische Notenbank grünes Licht gibt, im Jahr 2008 begebene Wandelanleihen im Wert von 3 Mrd EUR in den Kapitalpuffer einzurechnen.
DJG/kla
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November 10, 2011 01:44 ET (06:44 GMT)
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