14.03.2013 18:05
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Großauftrag von Lufthansa geht an Airbus

Über 11,2 Milliarden Dollar
Die Deutsche Lufthansa modernisiert ihre Flugzeugflotte fast ausschließlich mit Maschinen von Airbus.
Für einen Listenpreis von rund 11,2 Milliarden US-Dollar gehen nach Angaben der EADS-Tochter 100 Maschinen der A320-Familie und zwei Großraumflugzeuge A380 an die Kranichairline. Bei dem Airbus-Rivalen Boeing bestellte Lufthansa lediglich sechs Flieger. Insgesamt ist es einer der größten Flugzeugbestellungen in der Unternehmensgeschichte von Lufthansa.

   Die Frankfurter Airline fliegt weltweit die meisten Airbus-Maschinen und bleibt mit dem Auftrag größter Kunde mit insgesamt 532 Bestellungen bei der EADS-Tochter. Insgesamt sind gegenwärtig 385 Maschinen, darunter 10 A380, in Betrieb. Die Auslieferungen der neuen Maschinen erwarten die Frankfurter zwischen 2015 und 2025.

   Üblicherweise zahlt die Airline keine Listenpreise, sondern bekommt wie viele andere Großkunden Rabatte. Hierzu äußert sich der Flugzeughersteller aber nicht.

   Der Aufsichtsrat hatte die Bestellung der Airbus-Maschinen am Mittwochabend beschlossen. Er folgte damit einem Vorschlag des Vorstandes von Mitte Februar. Seinerzeit wurde bereits bekannt, dass die Airline mehr als 100 neue Flugzeuge bestellten will. Bisher war aber noch unklar, wie der Großauftrag auf Airbus und Boeing aufgeteilt wird.

   Bei dem US-Flugzeugbauer bestellt Lufthansa nur sechs Maschinen des Typs 777-300. Diese Flugzeuge soll die Lufthansa-Tochter Swiss auf der Langstrecke einsetzen.

   Die beiden Airbus-Großraumflugzeuge A380 und 30 A320 gehen indes zur Lufthansa Passage. Welche dieser und der übrigen Maschinen der Order ältere Flugzeuge ersetzen oder die Flotte erweitern, ist nicht bekannt. Die meisten Flugzeuge dienen aber der Modernisierung. Unklar ist noch, ob Lufthansa die Flugzeuge selbst bezahlt oder fremdfinanzieren lässt.

   Lufthansa deckt mit der gesamten Bestellung den Bedarf an Kurz- und Mittelstreckenmaschinen in der gesamten Gruppe ab. Ob die Airline weiteren Bedarf an Langstreckenflugzeugen hat, will Vorstandsvorsitzender Christoph Franz in der zweiten Jahreshälfte klären.

   Wie wichtig die Bestellung neuer Flugzeuge ist, zeigt der Blick auf die Treibstoffkosten. Lufthansa hat 2012 rund 7,4 Milliarden Euro für Kerosin ausgegeben und damit 1,1 Milliarden mehr als im Vorjahr. Für 2013 rechnet die Airline nur mit einem leichten Rückgang auf 7,2 Milliarden Euro. Neue Flugzeuge fliegen sparsamer und reduzieren zudem den Schadstoffausstoß.

  Von Kirsten Bienk Kontakt zur Autorin: kirsten.bienk@dowjones.com   DJG/kib/kla Dow Jones Newswires

Bildquellen: Dr_Flash / Shutterstock.com
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