20.12.2012 15:08
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US-Wachstum für drittes Quartal kräftig nach oben revidiert

Über 3 Prozent Wachstum
Das Wirtschaftswachstum in den USA hat sich im dritten Quartal vor allem dank eines robusten Konsums sowie kräftiger Investitionen und Exporte überraschend deutlich verstärkt.
Die Leistung der US-Wirtschaft ist im dritten Quartal in dritter Veröffentlichung um annualisiert 3,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen, nachdem bei der zweiten Veröffentlichung ein Plus von 2,7 Prozent genannt worden war. Ökonomen hatten nur mit einer kleinen Aufwärtsrevision auf 2,8 Prozent gerechnet.

Die jüngste Revision habe "das allgemeine Bild der Wirtschaft im dritten Quartal nicht großartig verändert", erklärte das US-Handelsministerium. Der Konsum sei nun etwas stärker und der Import schwächer als bislang berichtet.

Im zweiten Quartal war für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Zuwachs von 1,3 Prozent verzeichnet worden, nachdem das BIP im ersten Vierteljahr um 2,0 Prozent gestiegen war.

Wie das Handelsministerium weiter mitteilte, stieg der als alternatives Inflationsmaß verwendete Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) annualisiert um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Bei der zweiten Veröffentlichung war ebenfalls eine Zunahme von 1,6 Prozent ausgewiesen worden.

Im zweiten Quartal hatte sich der PCE-Deflator um 0,7 Prozent erhöht. Vor allem die US-Notenbank favorisiert den PCE-Deflator bei ihren geldpolitischen Analysen. Die Fed peilt ein Inflationsziel von 2 Prozent an.

Der BIP-Deflator, ein weiteres Inflationsmaß, stieg im dritten Quartal um 2,7 Prozent, nachdem im zweiten Jahresviertel eine Steigerung um 1,6 Prozent verzeichnet worden war. Volkswirte hatten im Konsens eine Rate von 2,7 Prozent erwartet. Der BIP-Deflator misst die Preisentwicklung anhand aller produzierten Waren und Dienstleistungen. Die Verbraucherpreise werden dagegen mittels eines repräsentativen Warenkorbs erhoben.

Ob sich die positive Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft im vierten Quartal fortgesetzt hat, steht allerdings noch in Frage. Die Sorgen über das Fiskalkliff zu Jahresende und der Hurrikan Sandy könnten der größten Volkswirtschaft der Welt in den letzten drei Monaten des Jahres heftig zugesetzt haben.

Von Eric Morath und Jeffrey Sparshott

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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   December 20, 2012 08:53 ET (13:53 GMT)

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