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ING Markets

aktualisiert: 17.06.2010 17:40

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Über 6.200: DAX trotzt US-Konjunkturdaten -- Philly Fed Index rauscht in die Tiefe -- BP zahlt 20 Mrd. $ in Fonds - Dividende wird gestrichen -- Kroger, Deutsche Post, VW, Continental im Fokus


Spanien am Kapitalmarkt erfolgreich. EZB will an Niedrigzinspolitik festhalten. Griechenland senkt Mindestlöhne. Euro im Aufwind. Toshiba und Fujitsu fusionieren Mobilsparte. Uneinheitliche Vorzeichen an asiatischen Börsen. Fiskus nimmt mehr Steuern ein. Ölpreise fallen etwas. Thomas Cook will in Deutschland zukaufen. Toyota will Bau von Werken wieder aufnehmen. J.M. Smucker verbucht Gewinnanstieg. Santander will britische RBS-Filialen. Northrop Grumman kauft Aktien für 2 Mrd. $ zurück.

Termine vom 17.06.10:
- JP: ESRI Frühindikator April
- EU: Produktion Baugewerbe April
- USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Woche
- USA: Verbraucherpreise Mai
- USA: Philadelphia Fed Index Juni
- USA: Frühindikatoren Mai
- Actuant: Quartalszahlen
- J. M. Smucker: Quartalszahlen
- Kroger: Quartalszahlen
- Sixt: Hauptversammlung
- Wirecard: Hauptversammlung

DAX trotzt schwachen US-Daten
Mit uneinheitlichen Vorzeichen im Rücken waren DAX & Co. heute ebenfalls in unterschiedliche Richtungen in den Handel gestartet. Die europäische Gemeinschaftswährung Euro konnte gegenüber dem Dollar im Verlauf jedoch wieder deutlicher zugewinnen, was die Indizes zunächst über weitere Strecken stützte. Auch die heutige Auktion spanischer Staatsanleihen soll gut gelaufen sein, was die Stimmung an den Parketts zusätzlich besserte und die Indizes im Plus hielt.
Am Nachmittag ließen enttäuschende Daten zum US-Arbeitsmarkt die Gewinne der Indizes wieder schrumpfen. Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war gestiegen, obwohl ein Rückgang in Aussicht gestellt worden war. Ein massiv schlechter als erwartet ausgefallener Philly Fed Index setzte die Indizes anschließend nur kurzfristig unter Druck.
Ein weiteres Mal sorgte BP für Schlagzeilen. Der britische Ölkonzern hat sich bezüglich der Ölkatastrophe am Golf von Mexiko mit der US-Regierung vorläufig auf die Einzahlung in einen Entschädigungsfonds innerhalb von drei Jahren im Volumen von 20 Milliarden Dollar geeinigt. Zudem wird den Aktionären im ersten, zweiten und dritten Quartal 2010 keine Dividende ausgezahlt, was bereits an den US-Parketts am Vorabend positiv bewertet wurde. Insgesamt war die hiesige Nachrichtenlage auf Unternehmensseite einmal mehr dünn.

Beim DAX waren zur Eröffnung Abschläge in Höhe von 0,1 Prozent auf 6.181 Punkte auszumachen. Im frühen Handel drehte der Leitindex ins Plus, wo er zunächst verblieb. Am Nachmittag machte sich erneut Unsicherheit breit, der DAX rutschte aufgrund des äußerst schwachen Philly Fed Index ins Minus. Die Sorgen um die US-Konjunktur hielten jedoch nicht lange an und das Börsenbarometer stieg am Ende um 0,5 Prozent auf 6.224 Punkte. Abermals zählte die Aktie von Infineon zu den Gewinnern. Auf der Verliererseite war die Deutsche Post zu finden. Einem Medienbericht zufolge muss der Logistikriese um seine Zusatzrabatte für Großkunden bangen. Die Bundenetzagentur dementierte bereits. Außerdem wirkt die Enttäuschung über den Ausblick des US-Konkurrenten FedEx nach.


Der TecDAX begann mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 775 Punkten. Nach längeren Pluszeichen suchte auch er nach seiner Kursrichtung, setzte sich letztlich jedoch mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 778 Punkten fest.

16:11 Uhr: Philly Fed Index fällt massiv
Der Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im Juni deutlich verschlechtert. Der Index sank von 21,4 Punkten im Vormonat auf nun 8,0 Punkte. Volkswirte waren nur von einer Abnahme auf 20,0 Punkte ausgegangen.

16:08 Uhr: US-Frühindikatoren ziehen an
Die US-Frühindikatoren sind im Mai gestiegen. Auf Monatssicht kletterte die wirtschaftliche Aktivität um 0,4 Prozent, während Volkswirte ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert hatten.

15:39 Uhr: SAP: Sybase-Übernahme freigegeben
Der Softwarekonzern SAP hat in den USA die kartellrechtliche Freigabe für die geplante Übernahme des US-Unternehmens Sybase erhalten. Der DAX-Konzern hatte im Mai angekündigt, Sybase für 65 Dollar je Aktie vollständig erwerben zu wollen. Das Angebot bewertet Sybase mit 5,8 Milliarden Dollar und läuft noch bis zum 1. Juli, sofern es nicht verlängert wird.

15:36 Uhr: Northrop Grumman kauft eigene Aktien zurück
Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman hat ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu zwei Milliarden Dollar beschlossen. Das Volumen entspreche rund elf Prozent der derzeitigen Marktkapitalisierung des Unternehmens. Die Rückkäufe werden dabei von Zeit zu Zeit, abhängig von den Marktbedingungen erfolgen.

15:35 Uhr: Wall Street verzeichnet Aufschläge
An den US-Börsen geht es nach der durchwachsenen Entwicklung vom Vortag heute zunächst leicht bergauf. Dabei trotzen die Anleger angesichts einer erfolgreichen Anleihenauktion Spaniens unerwartet schwachen US-Arbeitsmarktdaten. So hat sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Woche erhöht, obwohl von Volkswirten ein Rückgang erwartet worden war. Nach dem Start wird zudem der viel beachtete Philly-Fed-Index erwartet, der weiteren Schwung in die Sitzung bringen dürfte.

Die Aktie des Energiekonzerns BP ist den Marktteilnehmern abermals einen Blick wert. Die Briten wurden von der US-Regierung angehalten in den kommenden drei Jahren einen Entschädigungsfonds mit 20 Milliarden Dollar zu füllen. Zudem setzt der Konzern aufgrund der anhaltenden Ölkatastrophe und den damit uneinschätzbaren weiteren Kosten seine Dividendenzahlung für die ersten drei Quartale des Jahres aus. Der Softwaregigant Microsoft hat unterdessen angekündigt seinen Aktionären im September eine Quartalsdividende in Höhe von 0,13 Dollar je Anteilsschein auszubezahlen.

Der Dow Jones startet fester und notiert aktuell mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 10.424 Punkten. Die Nasdaq Composite wird ebenso mit leichten Aufschlägen erwartet.

15:30 Uhr: Dow Jones eröffnet freundlich
Der US-Leitindex kann anfangs ein Plus von 0,2 Prozent auf 10.434 Punkte ausweisen.

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Kommentare zu diesem Artikel

kha schrieb:
17.06.2010 19:38:33

Keynes zeigt sein häßliches Gesicht nachdem Programme auslaufen und Realität sich ausbreitet. Also fordert man mehr Programme, die den Untergang betonieren. Reaganomics waren klüger.

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Wirtschaft

DatumWirtschaft
17.06.10
DE; Luftfrachtraten 1. Quartal
17.06.10
07:00: JP; ESRI Frühindikator April
17.06.10
09:30: JP; BoJ Monatsbericht Juni (ausführlich)
17.06.10
11:00: EU; Produktion Baugewerbe April
17.06.10
14:30: US; Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Woche
17.06.10
14:30: US; Verbraucherpreise Mai
17.06.10
14:30: US; Realeinkommen Mai
17.06.10
14:30: CA; Großhandelsumsatz April
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16:00: US; Philadelphia Fed Index Juni
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16:00: US; Frühindikatoren Mai
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17.06.10
22:30: US; Fed Balance Sheet

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