18.10.2012 12:10
Bewerten
(1)

Nokia schreibt fast eine Milliarde Verlust

Umsatz besser als erwartet: Nokia schreibt fast eine Milliarde Verlust | Nachricht | finanzen.net
Umsatz besser als erwartet
DRUCKEN
Der angeschlagene finnische Handyhersteller Nokia ist im dritten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht.
Beim sechsten Quartalsverlust in Folge vervielfachte Nokia den Fehlbetrag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 969 Millionen Euro, nach 68 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Direkt nach Bekanntgabe der Zahlen setzten sich die Nokia-Aktien allerdings mit zunächst plus 9,1 Prozent auf 2,39 Euro an die EuroStoxx-Spitze. Grund: Analysten hatten einen noch stärkeren Umsatz-Einbruch erwartet. Der Erlös fiel zwischen Juli und Ende September um ein Fünftel auf 7,2 Milliarden Euro. Der Durchschnittspreis, den die Finnen für ihre Handys erzielen konnten, sank von 51 Euro vor einem Jahr auf nun 43 Euro.

Erneut verkauften die einstigen Weltmarktführer weniger höherpreisige Smartphones. Der harte Wettbewerb bei Smartphones mit den neuen Platzhirschen Samsung und Apple macht Nokia zu schaffen. Bis zum Start des ersten iPhones hielt Nokia 90 Prozent des Marktes in Händen. Seitdem ging es stetig bergab. Auch die Wunderwaffe Lumia, die neue Smartphone-Reihe, verfing nicht. Nokia verkaufte 2,9 Millionen Geräte nach 4 Millionen ein Quartal zuvor.

HOFFNUNGEN RUHEN AUF SMARTPHONES LUMIA 820 UND 920

Nokia setzt nun alle Hoffnungen auf die Modelle Lumia 820 und 920, die im November in die Geschäfte kommen. Mit diesen Geräten, die mit dem neuen Microsoft-System Windows Phone 8 laufen, wollen die Finnen wieder in der Weltliga mitspielen. Sie sollen mit einer guten Kamera und einer eigenen Kartentechnik neue Kunden gewinnen. Mit der nächsten Version Windows Phone 8 sollen neue Funktionen eingeführt werden, etwa die Anzeige von Details zu Geschäften, wenn man die Kamera auf einen Straßenzug richtet.

Im dritten Quartal verschlechterte sich das operative Ergebnis im Jahresvergleich von minus 71 Millionen auf minus 576 Millionen Euro. Angesichts dieser Verluste nannte Nokia die Barreserven, über die das Unternehmen noch verfügt: Es sind 3,6 Milliarden Euro. Drei Monate vorher waren es noch 4,2 Milliarden Euro.

Dagegen verbesserte sich die Gewinnspanne in der für den Konzern wichtigen Handysparte auf minus 7,4 Prozent. Im Vorquartal hatte die Marge noch bei minus 9,1 Prozent gelegen. Im vierten Quartal rechnet das Management mit einer Spanne zwischen minus 10 und minus 2 Prozent.

BARRESERVEN SCHRUMPFEN

Die hohen Verluste rufen Sorgen um das Überleben des Unternehmens hervor. Bereits im April hatte die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit Nokias auf Ramschniveau herabgestuft. Es gebe ein erhebliches Risiko, dass sich die Entwicklung weiter verschlechtern werde. Auch andere Ratingagenturen senkten das Nokia-Rating bereits auf Ramschniveau. Das macht es für das Unternehmen unter anderem teurer, sich neu zu verschulden.

Während Nokia bei Handys und Smartphones überholt wurde, rief Konzernchef Stephen Elop als Ziel aus, zum führenden Anbieter von Geodiensten zu werden. So stellt Nokia als Teil der Partnerschaft mit Microsoft Kartendienste auf seine Geräte. Zuletzt schloss Nokia Karten-Vereinbarungen mit dem weltgrößten Online-Händler Amazon dem Rabattcoupon-Anbieter Groupon und dem Softwarekonzern Oracle ab./fn/jha/fbr ESPOO (dpa-AFX)
Bildquellen: Nokia, iStock/AdrianHancu

Nachrichten zu Nokia Oyj (Nokia Corp.)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Nokia Oyj (Nokia Corp.)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
08.11.2017Nokia NeutralBNP PARIBAS
01.11.2017Nokia overweightBarclays Capital
31.10.2017Nokia buyDeutsche Bank AG
30.10.2017Nokia OutperformCredit Suisse Group
27.10.2017Nokia buyS&P Capital IQ
01.11.2017Nokia overweightBarclays Capital
31.10.2017Nokia buyDeutsche Bank AG
30.10.2017Nokia OutperformCredit Suisse Group
27.10.2017Nokia buyS&P Capital IQ
27.10.2017Nokia overweightMorgan Stanley
08.11.2017Nokia NeutralBNP PARIBAS
27.10.2017Nokia NeutralCitigroup Corp.
16.10.2017Nokia NeutralCitigroup Corp.
09.06.2017Nokia NeutralCitigroup Corp.
12.05.2017Nokia HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
22.09.2017Nokia UnderperformBNP PARIBAS
15.04.2015Nokia VerkaufenIndependent Research GmbH
14.04.2015Nokia SellS&P Capital IQ
14.04.2015Nokia UnderperformBernstein Research
06.03.2015Nokia VerkaufenIndependent Research GmbH

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Nokia Oyj (Nokia Corp.) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- Dow schwächer -- Sinn: Krise der Eurozone nicht vorbei -- Morgan Stanley-Chef: Bitcoin könnte weitere 700% steigen -- Tesla stellt Lkw & Roadster vor

Nächster BER-Eröffnungstermin soll im Dezember genannt werden. Air-Berlin-Chef - Etihad wollte schon vor einem Jahr aussteigen. Tausende protestieren bei Siemens gegen Stellenabbau. Londoner Startup will Bitcoin zum normalen Zahlungsmittel machen. Foot Locker: Hoffnung auf anziehende Sportschuh-Käufe in den USA. Warum Warren Buffett mit seinem Apple-Investment alles genau richtig macht. VW-Kernmarke sieht sich mit Sparprogramm auf Kurs.

Top-Rankings

KW 46: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 45: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die Länder mit den größten Goldreserven 2017
Wo lagert das meiste Gold?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das sind die größten Privatbanken weltweit
Welche Bank macht 2017 das Rennen?
Die besten Städte für Londoner Banker
Welche Stadt bietet die meisten Vorteile?
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass eine Jamaika-Koalition zustande kommt?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
GAZPROM903276
EVOTEC AG566480
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
TeslaA1CX3T
Daimler AG710000
Fresenius SE & Co. KGaA (St.)578560
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Apple Inc.865985
GeelyA0CACX
CommerzbankCBK100
Siemens AG723610
E.ON SEENAG99
Bitcoin Group SEA1TNV9
Infineon AG623100