Von Archibald Preuschat
Die Deutsche Telekom hat im vierten Quartal weitere Umsatzrückgänge hinnehmen müssen. Insbesondere das Mobilfunkgeschäft in Deutschland entwickelte sich schwach. Ein Silberstreif am Horizont ist aber in den USA zu erkennen.
Mit 14,71 Milliarden Euro erlöste die Telekom von Oktober bis Dezember 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. In Deutschland sank der Umsatz mit mobilen Dienstleistungen im vierten Quartal um 2,8 Prozent. Hier hatten die Wettbewerber deutlich besser abgeschnitten.
Das bereinigte EBITDA, die am stärksten beachtete Kennziffer, ging um 12,7 Prozent auf 4,03 Milliarden Euro zurück. Hier kamen auch höhere Marketingkosten zum Tragen.
Unterm Strich verdiente die Telekom im vierten Quartal 793 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor stand hier noch ein Verlust von 1,34 Milliarden Euro zu Buche, der im Wesentlichen hohen Abschreibungen auf das US-Geschäft geschuldet war.
Die vorgelegten Kennzahlen übertreffen die Analystenerwartungen bei Umsatz und Nachsteuergewinn, während sie beim bereinigten EBITDA verfehlt wurden.
In den USA konnte die Telekom die Gesamtkundenzahl 2012 erstmals seit drei Jahren wieder steigen. Zwar verliert T-Mobile USA weiterhin Vertragskunden, gewinnt aber bei Prepaid und insbesondere im Großhandelsgeschäft, etwa mit der Supermarktkette Wal-Mart, stark hinzu.
Ihr für 2012 selbst gestecktes Ziel eines bereinigten EBITDA von 18 Milliarden Euro erreichten die Bonner. Das Ziel für den freien Cashflow von 6,2 Milliarden Euro konnte die Telekom sogar leicht übertreffen. Ebenso steht die Telekom zu ihrer Dividende von 0,70 Euro für 2012.
Auch an den Zielen für 2013, die im Dezember beim Kapitalmarkttag ausgegeben wurden, wird nicht gerüttelt.
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February 28, 2013 01:39 ET (06:39 GMT)
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