PARIS (dpa-AFX) - Der auf Shopping-Center spezialisierte französische Immobilienkonzern
Unibail-Rodamco hat 2012 besser abgeschnitten als erhofft. Zudem will das im
Eurostoxx 50 (
EuroSTOXX 50) notierte Unternehmen die
Dividende um fünf Prozent auf 8,40 Euro je
Aktie erhöhen. Damit schütten die Franzosen, die seit Mitte 2012 nach einer Übernahme auch verstärkt in Deutschland auftreten, fast ihren gesamten Jahresgewinn an die Aktionäre aus. Der um Immobilienverkäufe und Bewertungsschwankungen bereinigte Gewinn sei um rund sieben Prozent auf 886 Millionen Euro oder 9,60 Euro je Aktie gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Paris mit.
Die um Zu- und Abgänge bereinigten Mieteinnahmen legten im vergangenen Jahr um 4,8 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro zu. Im Kerngeschäft mit Einkaufszentren - davon betrieb der französische Konzern europaweit 82 Stück legten die Erlöse dabei um 4,8 Prozent zu. Bei den Büromieten verbuchte Unibail-Rodamco sogar einen Anstieg um 6,9 Prozent. Unternehmenschef Guillaume Poitrinal, der seit 1995 bei Unibail ist und 2007 die Fusion mit Rodamco vorantrieb, kündigte seinen Rückzug an. Er will die Leitung des Unternehmens Ende April an seinen Vorstandskollegen Christophe Gulliver übergeben.
Der Konzern hat derzeit vor allem im Heimatmarkt viele Einkaufszentren, ist aber zum Beispiel auch stark in der polnischen Hauptstadt Warschau, in Schweden und in Spanien vertreten. In Deutschland betreibt das Unternehmen derzeit nur das "Ring-Center" in Berlin. Die Franzosen wollen aber stärker von dem starken Wachstum in der größten Volkswirtschaft Europas profitieren und hatten daher im Juni die Merheit am Immobilienentwickler mfi AG gekauft. Zudem hat sich das Unternehmen zu 50 Prozent am Einkaufszentrum Ruhr-Park beteiligt./zb/he