28.06.2013 05:45
Bewerten
 (1)

Unions-Politiker: Zu viele Studenten - zu wenige Lehrlinge

    BERLIN (dpa-AFX) - In Deutschland gibt es nach den Worten des bildungspolitischen Sprechers der Unions-Fraktion, Albert Rupprecht, inzwischen zu viele Studenten - und zu wenige Lehrlinge. "Wenn für nur 20 Prozent der Stellen auf dem Arbeitsmarkt ein akademischer Abschluss erforderlich ist, brauchen wir nicht 50 Prozent Studienanfänger pro Altersjahrgang", sagte der CSU-Politiker in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Es sei eine "Fehlentwicklung", dass das Abitur in der Bundesrepublik zum eigentlichen "Haupt"-Schulabschluss geworden sei.

    Der Bundestag diskutiert heute (Freitag) den jüngsten Berufsbildungsbericht der Bundesregierung. Rupprecht sagte: "Immer mehr junge Menschen streben heute eine akademische Ausbildung an. 2012 gab es fast so viele Studienanfänger wie betriebliche Ausbildungsverträge. Im Jahr 2000 waren es erst halb so viele."

    Der CSU-Bildungspolitiker forderte die jungen Menschen auf, sich besser über den Wert einer betrieblichen Ausbildung zu informieren. Rupprecht: "Wir wollen in der Bildungspolitik keine starren Quoten oder Zielvorgaben vorschreiben - etwa wie viele junge Menschen das Abitur machen oder ein Studium aufnehmen dürfen." Aber es müsse zum einen "klare Qualitätskriterien" geben, zum anderen müsse die berufliche Bildung wettbewerbsfähiger in Konkurrenz zum Gymnasium und zur Hochschule gemacht werden.

    Die Stärkung des dualen Systems mit der Kombination von betrieblicher Ausbildung und Berufsschule werde deshalb in der kommenden Legislaturperiode für die Unionsfraktion in der Bildungspolitik "an erster Stelle stehen", kündigte Rupprecht an. Auch die Möglichkeiten eines "dualen Studiums", also die Kombination von betrieblicher Ausbildung und Studium an einer Hochschule, sollten erweitert werden.

    Für die Betriebe werde es heute immer schwerer, geeignete Auszubildende zu finden, sagte Rupprecht. Der CSU-Politiker verwies darauf, dass laut Berufsbildungsbericht 33 000 Lehrstellen unbesetzt geblieben sind./th/DP/zb

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Zalando - Wie der Online-Händler seine Gewinn­margen kräftig steigern will!
Der Einkauf von Waren im Internet gehört zu den Megatrends des 21. Jahrhunderts. Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom shoppen 98% aller Internet-Nutzer inzwischen online, wobei mehr als drei Viertel mehrmals im Monat Produkte über das Internet ordern. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins, warum Zalando zu den Profiteuren dieses Megatrends gehört und wie es seine Gewinnmargen weiter steigern will.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt über 11.100-Punkte-Marke -- Dow schließt fester -- EZB verlängert milliardenschwere Anleihenkäufe -- Chinesische Investoren an Einstieg bei Deutscher Bank interessiert -- AIXTRON im Fokus

Harsche Kritik von Ökonomen zum verlängerten EZB-Anleihenkaufprogramm. Darum will Snapchat doch schneller an die Börse als gedacht. thyssenkrupp wurde Ziel von massivem Hacker-Angriff. KKR will bei Konsumforscher GfK einsteigen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Legenden sind die bestbezahlten Toten der Welt
Jetzt durchklicken
Wo leben die meisten Milliardäre?
Jetzt durchklicken
Die glücklichsten Länder der Welt
Jetzt durchklicken
Von diesen Schnellrestaurants sind die Deutschen begeistert
Jetzt durchklicken
So wurden Steuergelder verschwendet
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass es in den kommenden sechs Monaten schwieriger wird, die eigenen Renditeerwartungen zu erzielen?