02.01.2013 12:30
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Paragon: Von Krise keine Spur

Unterbewertete Aktie
Die Aktie von Paragon leidet noch unter Konjunkturängsten für die Autobranche. Dabei läuft es rund beim Autozulieferer. Die Umsätze steigen, es wird fleissig in Wachstum investiert. Die Aktie gibt es zum 5er-KGV.
von Georg Pröbstl, Euro am Sonntag

Gut – Peugeot und Renault leiden unter Absatzproblemen. Fiat muss Stellen streichen. Opel hat Probleme mit der Konzernmutter GM und Schwierigkeiten im internationalen Vertrieb. Liest man die Meldungen aus der EU zum Thema Pkw-Neuzulassungen könnte einem schwarz vor Augen werden. Von Januar bis November 2012 gab es jeden Monat Rückgang zum Vorjahr. Im November etwa ein Minus von 10,3 Prozent.

Während die preisgünstigere Konkurrenz – die stark auf den Absatz der Fahrzeuge in Europa fixiert ist – hart kämpfen muss, jagen deutsche Premiumhersteller wegen des Exports der Fahrzeuge in ferne Länder von einem Rekord zum anderen. Denn während die EU abschmiert, gibt es anderswo Inseln der Glückseligen. In den ersten neun Monaten 2012 stieg der Auto-Absatz in Russland um 14 Prozent. In China gab es ein Plus von acht, in Indien gar von zehn Prozent. Und in den USA verbuchen Light Vehicles sogar einen Zuwachs um 16 Prozent. Immerhin zieht es mit dem Auto-Boom in den Schwellenländern und Nordamerika auch die Aktien von VW und BMW nach oben. Beide Titel notieren auf Allzeithoch.

Eigentlich sollte die Aktie des Autozulieferers Paragon da ebenfalls ein Überflieger sein. Erzielt der Spezialist für Automobilelektronik und Sensoren doch 60 Prozent seiner Umsätze mit den Premiumherstellern – VW und Audi sind die mit Abstand grössten Kunden. Die Aktie des Unternehmens notiert allerdings 25 Prozent unter dem 52 Wochen-Hoch. Dabei läuft es rund im Konzern aus Delbrück in Nordrhein-Westfalen. In den ersten drei Quartalen kletterten die Umsätze um 6,9 Prozent auf 54,5 Millionen Euro. Beim Ergebnis gab es in den neun Monaten mit einem Gewinn je Aktie von 1,13 Euro zwar nur Stagnation. Grund dafür sind allerdings Investitionen in das weitere Wachstum. So investiert Paragon nicht nur in Produktneuentwicklungen, sondern stockt auch den Personalbestand auf. Auf Jahressicht stieg die Zahl der Mitarbeiter von 400 auf 430.

Tatsächlich steht Expansion auf der Agenda: Am Standort Delbrück wird ein Technologiezentrum errichtet, die Zahl der Mitarbeiter in der Entwicklung soll sich auf 40 verdoppeln, die Prüfstände und Versuchswerkstätten sollen ausgebaut werden. Da die Angebote des Unternehmens im Bereich Elektromobilität etwa bei Batteriepacks aus eigener Fertigung oder ganzheitlichen Lösungen unerwartet stark nachgefragt werden, will Firmenchef Klaus Dieter Frers am Unternehmenssitz bereits 2013 die Produktion des neuen Geschäftsfelds und bei Karosserie-Kinematik starten. Nein – von Krise ist bei Paragon keine Spur. Dafür gibt es gute Kunden und Wachstumschancen zum 5er-KGV.

Fazit: Verschiedene Wachstumsprojekte versprechen deutlich steigende Gewinne. Die Aktie hat das Zeug zum Verdoppler.

ISIN: DE0005558696
Gew./Aktie 2013e : 1,50 €
Gew./Aktie 2014e: 1,70 €
KGV 2014e: 5,0
Div./Rend. 2012e: 0,25 €/2,9 %
EK-Quote: 32,7 %
EK je Aktie: 3,52 €
KBV: 2,4
Kurs/Ziel/Stopp: 8,49/15,0/5,90 €

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