von Georg Pröbstl
Im Februar 2007 waren es schon einmal 8,05 Euro und 43 Prozent. Vier bis sechs Euro und 30 bis 40 Prozent waren es häufig. Jetzt sind es nur 2,40 Euro und 20 Prozent. Der Spread zwischen den Stamm- und Vorzugsaktien von Sixt ist derzeit – absolut wie auch prozentual gesehen – so gering wie selten.
Liefen die beiden Aktiengattungen in den vergangenen fünf Jahren immer wieder zusammen, so haben sich die Vorzüge seit Mitte August deutlich von den Stämmen abgesetzt und diese nun bei der Kursentwicklung um rund zehn Prozentpunkte abgehängt.
Erfahrungsgemäß sollte die Stammaktie von Sixt diesen Performanceunterschied früher oder später jedoch wieder aufholen.
Börsianer bekommen also mit den Stämmen einen klaren Startvorteil. Das Unternehmen ist nach dem Kursverfall seit Juli günstig zu haben.
Nachdem der Münchner Mietwagenexperte bei einem leichten Umsatzrückgang um vier Prozent auf 1,5 Milliarden Euro den Vorsteuergewinn in 2010 von 15,1 auf 102,3 Millionen Euro steigern konnte, gibt es auch im laufenden Jahr kräftige Zuwächse. Im Halbjahr stagnierte der Umsatz des SDAX-Konzerns wegen Rückgängen im Leasinggeschäft bei 756 Millionen Euro. Man hatte sich auf das margenstärkere Full-Service-Leasing konzentriert. Die Gewinnentwicklung war jedoch hervorragend, das Ergebnis und lag mit 71,4 Millionen Euro vor Steuern doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

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Mit dem Sechsmonatsergebnis ist das Jahresziel von Firmenchef Erich Sixt - Vorsteuerergebnis über 2010 - greifbar nahe. In der Vergangenheit konnte das Unternehmen durch den beständigen Ausbau der Zahl seiner Mietwagenstationen und der Erschließung neuer Länder wachsen. Die Expansion soll auch weiter gehen. Nicht nur durch die Eröffnung neuer Filialen - beispielsweise mit der ersten Mietwagenstation am Flughafen von Miami und dem Markteintritt in den USA ohne Kooperationspartner - sondern auch durch Gemeinschaftsunternehmen, aktuell mit BMW und TÜV Süd.
In fünf Jahren will Unternehmer Sixt den Konzern zur Nummer 1 in Europa machen. Bei einem erwarteten 7er-KGV in 2011 und 6,0 Prozent Dividendenrendite dürften die Sixt-Stämme dabei das Rennen machen.
Sixt St.
WKN: 723132
ISIN: DE0007231326
Gewinn je Aktie 2011e: 1,85 €
Gewinn je Aktie 2012e: 2,0 €
KGV 2012e: 7,1
Dividende/Rendite 11e: 0,85 €/6,0 %
EK* je Aktie/EK-Quote: 10,92 €/23,3 %
Kurs/Buchwert-Verhältnis KBV: 1,3
Kurs/Ziel/Stopp: 14,19/20,0/10,40 €
Fazit: Wachstum und hohe Dividende. Die Stämme haben Aufholbedarf.