24.10.2012 18:35
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Krise hinterlässt erste Schrammen bei VW

VW-Aktie legt deutlich zu: Krise hinterlässt erste Schrammen bei VW | Nachricht | finanzen.net
VW-Aktie legt deutlich zu
Der Preiskampf auf dem Automarkt hinterlässt auch bei Europas Nummer eins erste Spuren. Operativ fiel der Gewinn von VW, der Umsatz stieg - das war mehr als Analysten erwartet hatten.
Die Aktien von Volkswagen setzten sich nach Zahlen mit an die Spitze des DAX.

Der Preiskampf auf dem Automarkt hinterließ auch bei Europas Nummer eins erste Spuren. Der operative Gewinn von VW sank im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel auf 2,3 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Trotz der Absatzflaute in Europa, die viele Konkurrenten in arge Schieflage gebracht hat, lieferte VW zwischen Juli und September allerdings fast 13 Prozent mehr Autos aus als vor einem Jahr. Beim Umsatz legte der Konzern um mehr als ein Viertel auf 48,8 Milliarden Euro zu. Das war mehr als Analysten erwartet hatten.

VW BEHALTEN 'TOP-PICK-STATUS'

Aufgrund der allgemein eher trüben Stimmung mit Blick auf den Autosektor, hätten die Anleger sich zunächst schwer getan, die Resultate einzuordnen, kommentierte ein Analyst die zunächst verhaltene Kursreaktion. Angesichts des gegenwärtigen Marktumfeldes habe der Wolfsburger Autobauer ein starkes Zahlenwerk vorgelegt, dass auf allen Ebenen die Erwartungen erfüllt habe. Das gelte umso mehr, da deutliche Kostensenkungen durch den Einsatz des modularen Querbaukastens erst noch anstünden.

Einem weitere Analysten zufolge haben die Erlöse seine sowie die Schätzung des Marktes übertroffen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern habe die Prognosen hingegen nur knapp erfüllt. Die Profitabilität der Kernmarke VW sei etwas weniger gesunken als gedacht und der Nettobestand liquider Mittel sei deutlich höher gewesen als erwartet. Der Experte sieht VW als einen der Sektor-Favoriten.

Auch DZ-Bank Analyst Michael Punzet bezeichnete die Papiere als seinen Sektor-"Top Pick". Operativ habe VW die Erwartungen des Marktes erfüllt. Die Abweichung zu seinen etwas positiveren Schätzungen hätten unter anderem aus der überraschend schwachen Entwicklung der Konzerntochter Scania sowie höhere Belastungen durch den modularen Querbaukasten resultiert. Allerdings sieht Punzet keine Notwendigkeit, seine Prognosen anzupassen. Er stuft die Papiere weiterhin mit "Kaufen" ein./mis/ag

FRANKFURT (dpa-AFX)
Bildquellen: iStock/RapidEye, iStock/vesilvio
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