24.10.2012 06:24
Bewerten
 (0)

VW will Amerikaner mit günstigem Geländewagen bezirzen

VW setzt auf US-Markt: VW will Amerikaner mit günstigem Geländewagen bezirzen | Nachricht | finanzen.net
VW setzt auf US-Markt

Volkswagen will nach dem Verkaufserfolg des US-Passats den nordamerikanischen Markt mit einem weiteren Modell aufmischen.

Dieses Mal denkt der Konzern an einen Geländewagen, der von der Größe her zwischen dem Toureg und dem Tiguan rangieren, aber technisch simpler und dadurch billiger sein soll.

    Im Segment der in den USA sehr beliebten mittelgroßen SUV habe Volkswagen eine Lücke, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Dienstag in New York. Eine Entscheidung solle "sehr bald" fallen, aber wohl nicht mehr in diesem Jahr. "Wir sind davon überzeugt, dass die USA für uns ein wichtiger Markt sind und bleiben." VW legt an diesem Mittwoch seine Geschäftszahlen fürs dritte Quartal vor.

    Der Konzern hat nach Angaben von Winterkorn in den vergangenen vier Jahren rund 4 Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten investiert, um seine schlecht laufenden Verkäufe anzukurbeln. So stampfte der Konzern ein neues Werk in Chattanooga im Süden der Vereinigten Staaten aus dem Boden, wo seit vergangenem Jahr der eigens entwickelte US-Passat vom Band läuft.

    "Wenn wir das Auto produzieren, böte es sich natürlich an, dass man das Ganze in Chattanooga macht", sagte Winterkorn zum neuen günstigen Geländewagen. Es kämen aber auch andere Standorte in Frage. Zuletzt hatte Audi einen Werksneubau im mexikanischen Puebla verkündet, wo die Marke VW schon seit Jahrzehnten fertigt, unter anderem den alten Käfer.

    Anders als in Europa wächst der US-Markt. "Wir sehen weiterhin eine beständige Erholung in den USA", sagte Nordamerika-Chef Jonathan Browning. Für VW war der US-Passat der Treiber. Sein Erfolgsrezept ist einfache Technik und viel Platzangebot zu einem günstigen Preis. Der zweite Verkaufsschlager ist der kleinere Jetta, der in Mexiko gefertigt wird. Mit dem neuen Geländewagen würde die Palette um ein weiteres Volumenmodel ergänzt.

    Die Massenmarke VW konnte von Januar bis September ihren Absatz in den USA um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern. Zusammen mit Audi und den anderen Schwestermarken lag das Plus bei 30 Prozent. Der Konzern will in diesem Jahr erstmals in seiner Geschichte in den USA mehr als eine halbe Million Autos verkaufen.

    Den Beschäftigten in Deutschland entstehe durch neue Werk im Ausland kein Nachteil, versicherte Winterkorn. "Wir stehen dazu, dass wir in Europa Beschäftigung sichern wollen." Denn wo die Produktion verschwinde, verschwinde über kurz oder lang auch die Entwicklung, erläuterte er. "Wir wollen nicht, dass Europa ein Armenhaus wird."

    Die Hoffnung, dass sich der europäische Markt rasch erholt, hat Winterkorn nicht. "In Europa werden wir in den nächsten zwei, drei, vier Jahren keinen großen Wachstumsschub mehr haben, deswegen sind wir froh, dass wir global aufgestellt sind", sagte er.

    Die weltweite Aufstellung helfe letztlich auch der Belegschaft in der Heimat. Selbst nach China mit mittlerweile elf Werken würden immer noch Getriebe aus Kassel, Motoren aus Salzgitter oder Lenkungen aus Braunschweig geliefert, erklärte Winterkorn.

    Für die Schwellenländer überlegt VW, ein Billigmodell zu einem Preis zwischen 6000 und 8000 Euro zu entwickeln. "Das ist ein Thema, mit dem wir uns zurzeit beschäftigen", sagte der Konzernchef. Es würde ein ausgewachsener Wagen mit bis zu 4,30 Meter Länge. Die deutschen Kunden dürften ihn jedoch kaum zu Gesicht bekommen. Momentan sei nicht geplant, das Modell auch in Europa anzubieten, sagte Winterkorn.

    Er hielt sich in New York auf, um den "International Leadership Award" des American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) entgegen zu nehmen. Damit wird alljährlich eine Persönlichkeit geehrt, die das deutsch-amerikanische Verhältnis verbessert hat. Winterkorn bekam den Preis für den Werksneubau in Chattanooga, der Tausende Arbeitsplätze auch bei Zulieferern geschaffen hatte.

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: iStock/vesilvio, iStock/RapidEye

Nachrichten zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Relevant1
  • Alle1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
07.12.2016Volkswagen vz HoldDeutsche Bank AG
06.12.2016Volkswagen vz buyKepler Cheuvreux
06.12.2016Volkswagen vz Equal-WeightMorgan Stanley
05.12.2016Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
05.12.2016Volkswagen vz overweightBarclays Capital
06.12.2016Volkswagen vz buyKepler Cheuvreux
05.12.2016Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
05.12.2016Volkswagen vz overweightBarclays Capital
01.12.2016Volkswagen vz buyGoldman Sachs Group Inc.
30.11.2016Volkswagen vz buyKepler Cheuvreux
07.12.2016Volkswagen vz HoldDeutsche Bank AG
06.12.2016Volkswagen vz Equal-WeightMorgan Stanley
01.12.2016Volkswagen vz NeutralMacquarie Research
29.11.2016Volkswagen vz HaltenBankhaus Lampe KG
29.11.2016Volkswagen vz HoldWarburg Research
29.11.2016Volkswagen vz VerkaufenDZ BANK
29.11.2016Volkswagen vz UnderperformJefferies & Company Inc.
28.11.2016Volkswagen vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.11.2016Volkswagen vz UnderperformJefferies & Company Inc.
14.11.2016Volkswagen vz KaufDZ BANK
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen AG Vz. (VW AG) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Zalando - Wie der Online-Händler seine Gewinn­margen kräftig steigern will!
Der Einkauf von Waren im Internet gehört zu den Megatrends des 21. Jahrhunderts. Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom shoppen 98% aller Internet-Nutzer inzwischen online, wobei mehr als drei Viertel mehrmals im Monat Produkte über das Internet ordern. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins, warum Zalando zu den Profiteuren dieses Megatrends gehört und wie es seine Gewinnmargen weiter steigern will.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt über 11.100-Punkte-Marke -- Dow schließt fester -- EZB verlängert milliardenschwere Anleihenkäufe -- Chinesische Investoren an Einstieg bei Deutscher Bank interessiert -- AIXTRON im Fokus

Harsche Kritik von Ökonomen zum verlängerten EZB-Anleihenkaufprogramm. Darum will Snapchat doch schneller an die Börse als gedacht. thyssenkrupp wurde Ziel von massivem Hacker-Angriff. KKR will bei Konsumforscher GfK einsteigen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Legenden sind die bestbezahlten Toten der Welt
Jetzt durchklicken
Wo leben die meisten Milliardäre?
Jetzt durchklicken
Die glücklichsten Länder der Welt
Jetzt durchklicken
Von diesen Schnellrestaurants sind die Deutschen begeistert
Jetzt durchklicken
So wurden Steuergelder verschwendet
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass es in den kommenden sechs Monaten schwieriger wird, die eigenen Renditeerwartungen zu erzielen?