27.12.2012 07:08
Bewerten
 (0)

VW-Konzern unter DAX-Riesen weiter eine Klasse für sich

VW unangefochtene Spitze
Volkswagen spielt laut einer Studie in der Riege deutscher Börsenschwergewichte weiterhin in einer ganz eigenen Liga.
Egal ob Umsatz, operativer Gewinn oder Mitarbeiterzahlen - Europas größter Autobauer holt überall den ersten Platz. Das ist das Kernergebnis einer Analyse zu den Top-50 börsennotierten Unternehmen hierzulande, die die Wirtschaftsprüfer und -berater von Ernst & Young auf Basis der ersten neun Monate 2012 erstellten. Die Untersuchung lag der Nachrichtenagentur dpa an den Feiertagen in Stuttgart vor.

    Demnach legten die Erlöse der 50 umsatzstärksten Börsenriesen zusammengenommen trotz Schuldenkrise in den ersten neun Monaten spürbar zu. Die Gewinnseite zeigte jedoch das Gegenteil. So wuchsen zwar die Gesamtumsätze der erlösstärksten Konzerne zweistellig um 10 Prozent und knackten schon nach drei Quartalen die Billionenhürde: 1026 Milliarden Euro nach 934 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Doch das Gesamtergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei diesen Unternehmen mit der starken Umsatzentwicklung brach um 18 Prozent ein. Aus dem laufenden Geschäft blieben nur 60,4 Milliarden Euro, nach 73,9 Milliarden Euro im Vorjahresabschnitt.

    Dass die Gewinne nicht weiter stiegen, sondern insgesamt sogar rückläufig waren, liegt nach Ernst-&-Young-Lesart nicht nur an Sondereffekten wie hohen Abwertungen bei der Deutschen Telekom und ThyssenKrupp. Ursächlich sei auch eine schwindende Nachfrage. "In einem so schwachen konjunkturellen Umfeld lässt sich der Absatz oft nur noch über Preisnachlässe steigern - was dann aber auf Kosten des Gewinns und der Marge geht", sagt Ernst-&-Young-Partner Thomas Harms.

     Zudem hätten es einige Unternehmen nach dem starken Wachstum 2011 und der damals noch guten Gewinnentwicklung versäumt, rechtzeitig auf die Kostenbremse zu drücken. Bei der Gruppe der "Gewinnmaschinen" sieht das Bild dagegen ein wenig anders aus: Vergleicht man die Reihe der 50 Unternehmen mit den absolut höchsten Ergebnissen vor Zinsen und Steuern (Ebit), dann legte diese Gruppe im Neunmonatsvergleich um sechs Prozent zu: von knapp 81 auf gut 85 Milliarden Euro. Doch auch hier mussten immerhin 18 der Unternehmen Gewinneinbußen hinnehmen, beim Rest der 32 übrigen Konzerne gab es Ebit-Zuwächse.

    Nach dem Umsatzkönig Volkswagen vz - der nicht zuletzt dank der Komplettübernahmen von MAN und Porsche 144 Milliarden Euro und damit 24 Prozent mehr einnahm - folgen der Energieriese Eon und der Autobauer Daimler mit 94 beziehungsweise 85 Milliarden Euro Erlösen. In den Top-10 nach Umsatzstärke sind gleich vier Autobauer vertreten: Neben VW und Daimler sind das noch BMW und die VW-Tochter Audi. Den höchsten Umsatzsprung verzeichnete der Sportwagenhersteller Porsche, der seit Sommer zu VW gehört: 28 Prozent Plus (auf 10,2 Mrd Euro).

   Das Gesamtbild von steigenden Umsätzen und unter Druck stehenden Ergebnissen zeigt sich jedoch auch bei VW, wo das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um ein Prozent auf 8,9 Milliarden Euro nachgab - auch wenn das vor dem Chemieriesen BASF (7,4 Mrd Euro) und dem Versicherungskonzern Allianz (7,2 Mrd Euro) ein klarer Abstand ist.

   Während die Unternehmen aus der Automobilbranche ihren Gesamtgewinn nur um zwei Prozent steigerten, verzeichneten vor allem die Versicherer große Verbesserungen, wie die Studie resümiert: Im industrielastigen Ranking der 50 gewinnstärksten Unternehmen Deutschlands sind sechs Versicherungen platziert. Deren operatives Ergebnis stieg um 73 Prozent von 8,2 auf 14,2 Milliarden Euro.

     Ganz generell wertet Ernst-&-Young-Experte Harms die Ergebnisse als Indiz dafür, dass sich die Mehrheit der Großunternehmen trotz widriger Konjunkturbedingungen nach wie vor auf Kurs befinde."Die meisten Unternehmen in Deutschland verzeichnen Umsatzzuwächse - dem nach wie vor starken Export ins außereuropäische Ausland sei Dank."

 Das Maß der Dinge ist VW auch bei der Belegschaftsgröße: Die Wolfsburger zählen global 549 300 Beschäftigte und sind damit der größte deutsche börsennotierte Arbeitgeber vor der Deutschen Post (426 104 Mitarbeiter) und Siemens (370 000 Mitarbeiter).

    Auch bei der sogenannten Marktkapitalisierung - also dem an der Börse ermittelten Unternehmenswert - ist VW spitze: Vor Weihnachten lag Europas größter Autobauer mit fast 80 Milliarden Euro vor SAP und Siemens. Diesen Aspekt verglich die Studie allerdings nicht.

    STUTTGART (dpa-AFX)

Bildquellen: iStock/shaunl
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Neue Hybridpapiere
Volkswagen will 2015 zum weltgrößten Autohersteller werden. Von den Anleihen des Konzerns sind vor allem ­die Nachrangbonds attraktiv. Nun wurden zwei neue Hybridpapiere emittiert.
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
26.03.2015Volkswagen vz OutperformBernstein Research
19.03.2015Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
17.03.2015Volkswagen vz kaufenDZ-Bank AG
16.03.2015Volkswagen vz buyUBS AG
16.03.2015Volkswagen vz kaufenIndependent Research GmbH
26.03.2015Volkswagen vz OutperformBernstein Research
19.03.2015Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
17.03.2015Volkswagen vz kaufenDZ-Bank AG
16.03.2015Volkswagen vz buyUBS AG
16.03.2015Volkswagen vz kaufenIndependent Research GmbH
13.03.2015Volkswagen vz Equal-WeightMorgan Stanley
11.03.2015Volkswagen vz Equal weightBarclays Capital
05.03.2015Volkswagen vz Equal-WeightMorgan Stanley
02.03.2015Volkswagen vz HaltenDZ-Bank AG
02.03.2015Volkswagen vz Equal-WeightMorgan Stanley
03.02.2015Volkswagen vz UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
27.01.2015Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
12.01.2015Volkswagen vz UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
11.11.2014Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
08.08.2014Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen AG Vz. (VW AG) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Volkswagen AG Vz. (VW AG) Analysen

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- US-Börsen leicht im Minus -- Co-Pilot hat Sinkflug von Germanwings-Maschine bewusst eingeleitet -- Solarworld, adidas, JENOPTIK im Fokus

Hawesko-Chef Margaritoff geht früher als geplant. Air Berlin 2014 mit Rekordverlust. Besserer Schutz für Spareinlagen. Morphosys verliert lukrative Entwicklungs-Kooperation - Aktie stürzt ab. Auch Toyota setzt auf Modulstrategie um Kosten zu sparen. Credit Suisse sieht Apples iPhone-Absatz kräftig steigen.
In diesen Ländern finden Sie leicht Arbeit!

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Deutschland belegt Spitzenplatz

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wissenswertes rund um die Investorenlegende

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

Die wundersame Welt von Google

mehr Top Rankings

Umfrage

Berichte über Probleme im Zusammenhang mit der Einführung des Mindestlohns hält Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für aufgebauscht. Wie stehen Sie zu diesem Thema.