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28.12.2012 12:05

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Van Rompuy: Großbritannien untergräbt EU-Binnenmarkt - Zeitung


   Von Jason Douglas

   EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat Großbritannien gewarnt, dass es mit seinen Sonderwünschen den EU-Binnenmarkt untergraben könnte. "Wenn jeder Mitgliedstaaten sich aus den bestehenden Richtlinien diejenigen aussuchen könnte, die ihm am günstigsten erscheinen, und sich aus den am wenigsten genehmen verabschieden könnte, würde sich die Union insgesamt und der gemeinsame Markt im besonderen bald auflösen", sagte Van Rompuy in einem Interview mit der britischen Zeitung Guardian.

   Der britische Premierminister David Cameron steht unter Druck des euroskeptischen Flügels seiner Partei, ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU abzuhalten. Im November hatte er gesagt, er wolle an der EU-Mitgliedschaft Großbritanniens festhalten, allerdings eine neue Vereinbarung erzielen, die den Ausstieg aus einzelnen Feldern ermögliche.

   Van Rompuy sagte, ein Austritt Großbritanniens aus der EU wäre, als ob man "einen Freund in die Wüste gehen sehe". Großbritannien habe einen entscheidenden Beitrag zur Errichtung des gemeinsamen Marktes geleistet und die Expertise des Landes in der Außenpolitik, im Handel und Finanzwesen forme die Politik der EU in diesen Bereichen. "Großbritanniens Beitrag ist größer als es selbst manchmal realisiert", sagte der Ratspräsident.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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   December 28, 2012 05:35 ET (10:35 GMT)

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