GfK: Konsumklima verschlechtert sich leicht
Nürnberg (aktiencheck.de AG) - Der Gesamtindikator des Marktforschungsinstituts prognostiziert für Juni einen Wert von 5,5 Punkten, nach 5,7 Punkten im Mai. Damit setzt sich der leichte Abwärtstrend vorerst fort. Aufgrund der gestiegenen Risiken von außen ist diese Entwicklung nicht ganz überraschend. Die unruhige weltpolitische Lage, beispielsweise in Nordafrika und im nahen Osten sowie die kontroversen Diskussionen um das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit der Verschärfung der Schuldenkrise in Griechenland dämpfen auch das Konsumklima. Hinzu kommt, dass anhaltend hohe Energiepreise die Budgets der privaten Haushalte belasten.
Dagegen sprechen die Rahmenbedingungen in Deutschland, wie eine überaus erfreuliche Konjunkturentwicklung mit einem stetigen Abbau der Arbeitslosigkeit, dafür, dass der Konsum seiner zugedachten Rolle als zweite wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr auch gerecht wird. Gerade im Hinblick auf die weltwirtschaftlichen Risiken mit möglichen Beeinträchtigungen der sehr guten Exportentwicklung wird es wichtig sein, dieses zweite Standbein zu stärken, hieß es weiter.
Die Verschärfung der Schuldenkrise in Griechenland sowie die anhaltend hohen Energiepreise dämpfen den Optimismus, den die Konsumenten bislang an den Tag legten. Damit geraten die nach wie vor sehr guten Rahmenbedingungen in Deutschland, wie sinkende Arbeitslosigkeit und der kräftige Konjunkturaufschwung, im Augenblick etwas in den Hintergrund.
Im Einzelnen verringert sich der Index der Konjunkturerwartung um 1,2 auf 46,1 Zählern. Daneben verliert der Indikator der Einkommenserwartung 9,1 Punkte auf 25,9 Zähler. Der Indikator für die Anschaffungsneigung fällt um 2,7 Punkte auf 31,5 Zähler. (25.05.2011/ac/n/m)



