Von Nicole Lundeen
WIEN--Der österreichische Versorger Verbund spricht mit anderen Marktteilnehmern über seine Beteiligungen in der Türkei. Der Konzern prüfe laufend Maßnahmen zur Optimierung seines Beteiligungsportfolios, die Gespräche erfolgten in diesem Rahmen und seien ergebnisoffen, teilte die Verbund AG mit. Der Versorger reagierte damit auf Marktgerüchte, die deutsche E.ON AG wolle sich an der Verbund-Tochter Enerjisa beteiligen.
In den Gesprächen gehe es um eine Vielzahl von Optionen, die von einem Ausstieg bis hin zum Erwerb weiterer Beteiligungen oder den weiteren Ausbau eines bestehenden Anteils reichen könnten. Weitere Details nannte der Konzern nicht.
Verbund hält 50 Prozent an dem türkischen Stromproduzenten Enerjisa, die andere Hälfte liegt beim Joint-Venture-Partner Sabanci Holding. In der Presse war im vergangenen Monat berichtet worden, Verbund verhandele mit E.ON über den Verkauf einen Anteils an Enerjisa.
Verbund will seine Position in der Wasserkraft ausbauen und ergänzt das Erzeugungsportfolio um Windkraft und bestehende Wärmekraftanlagen. Minderheitsbeteiligungen werden dagegen geprüft. Am Donnerstag kündigte Verbund den Verkauf seiner 49-prozentigen Beteiligung an dem Energiedienstleister Energie Klagenfurt an und trennte sich im vergangenen Jahr von dem französischen Stromanbieter Poweo.
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October 12, 2012 11:35 ET (15:35 GMT)
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