Verdi droht mit Arbeitskampf in Sparkassen-Callcenter
Die Gewerkschaft fordert einen Haustarifvertrag und mehr Geld für die rund 800 Beschäftigten - und zwar sofort. S Direkt dagegen ist zwar bereit, die geforderten 8,50 Euro pro Stunde zu zahlen - allerdings frühestens ab Dezember 2013. Die Gehälter sofort anzuheben, würde Arbeitsplätze gefährden und den Verlust von Kunden zur Folge haben, sagte Geschäftsführer Thomas Henkel.
Verdi betonte, mit einem unbefristeten Streik würde das Callcenter zwar weiterhin nicht ganz lahmgelegt, auf längere Sicht aber doch deutlich in der Arbeit beeinträchtigt. Möglicherweise müssten die Mitarbeiter in den Filialen häufiger selbst zum Telefon greifen. S Direkt dagegen betonte, der ordnungsgemäße Betrieb sei - wie auch während der Streikaktionen der vergangenen Wochen - sichergestellt.
Die Callcenter-Mitarbeiter vereinbaren im Auftrag der Sparkassen unter anderem Termine mit Kunden und sperren im Notfall auch Kreditkarten. Außerdem betreiben sie Marktforschung. Laut Verdi gibt es außer Halle noch drei weitere, allerdings sehr kleine Standorte von S Direkt in Deutschland. Im Tarifkonflikt gehe es im Wesentlichen um Halle, hieß es./eni/DP/he







