31.07.2012 20:15
Bewerten
 (0)

Verdi droht mit Arbeitskampf in Sparkassen-Callcenter

    BERLIN/HALLE (dpa-AFX) - Sparkassen-Kunden in ganz Deutschland müssen weiter mit Schwierigkeiten rechnen, das zentrale Callcenter ihrer Bank zu erreichen. Die Gewerkschaft Verdi kündigte am Dienstag einen unbefristeten Streik der Mitarbeiter bei S Direkt-Marketing in Halle/Saale an. Am Mittwochnachmittag soll das Ergebnis der Urabstimmung vorliegen. Der Streik könne unmittelbar danach beginnen, teilte Verdi mit. Einer Mitteilung zufolge war eine letzte von der Gewerkschaft gesetzte Frist zuvor verstrichen. Das Unternehmen zeigte kein Verständnis für die Androhung und rief die Arbeitnehmer zu weiteren Gesprächen auf. Bereits zuvor hatte es Arbeitsniederlegungen gegeben.

 

    Die Gewerkschaft fordert einen Haustarifvertrag und mehr Geld für die rund 800 Beschäftigten - und zwar sofort. S Direkt dagegen ist zwar bereit, die geforderten 8,50 Euro pro Stunde zu zahlen - allerdings frühestens ab Dezember 2013. Die Gehälter sofort anzuheben, würde Arbeitsplätze gefährden und den Verlust von Kunden zur Folge haben, sagte Geschäftsführer Thomas Henkel.

 

    Verdi betonte, mit einem unbefristeten Streik würde das Callcenter zwar weiterhin nicht ganz lahmgelegt, auf längere Sicht aber doch deutlich in der Arbeit beeinträchtigt. Möglicherweise müssten die Mitarbeiter in den Filialen häufiger selbst zum Telefon greifen. S Direkt dagegen betonte, der ordnungsgemäße Betrieb sei - wie auch während der Streikaktionen der vergangenen Wochen - sichergestellt.

 

    Die Callcenter-Mitarbeiter vereinbaren im Auftrag der Sparkassen unter anderem Termine mit Kunden und sperren im Notfall auch Kreditkarten. Außerdem betreiben sie Marktforschung. Laut Verdi gibt es außer Halle noch drei weitere, allerdings sehr kleine Standorte von S Direkt in Deutschland. Im Tarifkonflikt gehe es im Wesentlichen um Halle, hieß es./eni/DP/he

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich fester -- Dow Jones am Ende fester -- Commerzbank will wohl Wertpapierabwicklung auslagern -- Short-Angriff: AURELIUS-Aktien brechen massiv ein -- EVOTEC, E.ON, Snapchat im Fokus

S&P erhöht Ratings von Commerzbank und Deutsche Bank. VW-Aufsichtsrat schlägt Entlastung aller Vorstandsmitglieder vor. Bankaktien europaweit gefragt - Umfeld hellt sich auf. Tencent steigt mit fünf Prozent bei Tesla ein. RWE signalisiert Investoren höhere Ausschüttungen ab 2019. Elon Musk gründet abermals ein neues Unternehmen.

Top-Rankings

Hier macht Arbeiten Spaß
Die besten Arbeitgeber weltweit
KW 12: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 12: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der bayerische Handelsverband rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelverkäufe über das Internet. Wäre das auch was für Sie?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
AURELIUS Equity Opp. SE & Co. KGaAA0JK2A
CommerzbankCBK100
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
EVOTEC AG566480
Nordex AGA0D655
E.ON SEENAG99
BayerBAY001
Apple Inc.865985
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
Infineon Technologies AG623100
BASFBASF11
SAP SE716460