12.03.2013 08:03
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Fraport kann steigende Umsätze nicht in Gewinnwachstum ummünzen

Verhaltener Ausblick
Der Flughafenbetreiber Fraport ist mit seiner Gewinnentwicklung im vergangenen Jahr hinter den Markterwartungen zurückgeblieben.
Auf der Umsatzseite gelang es dem Unternehmen zwar noch, dank des Auslandsengagements und der Einzelhandelsgeschäfte die schwache Passagierentwicklung an seinem wichtigsten Airport in Frankfurt einigermaßen wegzustecken. Unter dem Strich verursachten hohe Investitionen aber einen Gewinnrückgang.

Deutschlands größter Flughafenbetreiber steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 3 Prozent auf 2,442 Milliarden Euro. Operativ blieb mit einem Gewinn von 498 Millionen Euro kaum mehr als im Vorjahr hängen. Der Nettogewinn fiel sogar leicht auf 238,3 Millionen Euro. Analysten hatten 11 Millionen Euro mehr erwartet.

Fraport steckt derzeit viel Geld in seinen Heimatflughafen. Erst Ende Oktober wurde der neue Flugsteig A-Plus eröffnet, an dem Großraumflieger wie der A380 abgefertigt werden können. Gleichzeitig steigen die Passagierzahlen angesichts der Krise in Südeuropa nur langsam. Wegen der hohen Kerosinpreise und des scharfen Wettbewerbs verzichten die Fluggesellschaften zudem darauf, neue Flugziele anzubieten oder alte öfter zu bedienen.

Im laufenden Jahr dürfte diese Entwicklung nicht besser werden. Viele Airlines behalten ihre harten Sparkurse bei und scheuen den Ausbau der Kapazitäten. Auch Hauptkundin Lufthansa dürfte da keine Ausnahme sein. Sie will am Donnerstag ihren Sommerflugplan veröffentlichen. In Frankfurt rechnet der Flughafenbetreiber deswegen nicht mit einem Anstieg der Passagierzahlen.

Fraport kündigte zwar an, die Einnahmen 2013 um bis zu 5 Prozent zu steigern. Unter dem Strich dürfte das Nettoergebnis aber wegen steigender Abschreibungen und Finanzierungskosten sinken. Wachstum ist für den Flughafenbetreiber derzeit vor allem nur im Ausland möglich. Möglicherweise überrascht der Vorstand in den kommenden Monaten mit einem Zukauf. Der Flughafenbetreiber will sein internationales Engagement ausbauen und schaut sich diverse Privatisierungen an. Im vergangenen Jahr waren ihm allerdings die Preise noch zu hoch dafür. Fraport überließ deshalb seinen internationalen Konkurrenten das Feld.

Für die Aktionäre haben die sinkenden Gewinne aktuell keine Auswirkungen. Für 2012 stellt Fraport eine unveränderte Dividende von 1,25 Euro in Aussicht. Auch im laufenden Jahr will der Flughafenbetreiber die Ausschüttung stabil halten.

Von Kirsten Bienk

Kontakt zur Autorin: kirsten.bienk@dowjones.com

   DJG/kib/jhe

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   March 12, 2013 02:33 ET (06:33 GMT)

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