FRANKFURT (ODER) (dpa-AFX) - Die Verhandlungen über die geplante Entlassung von 100 Mitarbeitern im Conergy-Werk (
Conergy) in Frankfurt (Oder) dauern an. Beteiligt sind Betriebsrat, Geschäftsführung und IG Metall Ostbrandenburg. Im ersten Gespräch in der vergangenen Woche sei es vor allem darum gegangen, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen, sagte der Betriebsratsvorsitzende Harald Frick am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Jetzt würden schriftlich weitere Informationen von der Geschäftsführung angefordert. "Das ist kleinteilig und mühsam, aber notwendig."
Sowohl Betriebsrat als auch Geschäftsführung seien bemüht, offene Fragen "zügig abzuarbeiten", meinte Frick. Der Betriebsrat bereite derzeit ein eigenes Konzept zur Rettung der Arbeitsplätze vor. Details wollte der Betriebsratschef mit Rücksicht auf die laufenden Verhandlungen nicht nennen. Auch eine Firmensprecherin bestätigte am Dienstag lediglich, dass Gespräche liefen.
Der Konzern hatte am 8. September angekündigt, dass 100 von bislang 450 fest angestellten Mitarbeitern ihre Arbeitsplätze verlieren würden. Außerdem solle in der Fertigung auf Leiharbeiter verzichtet werden. Am Standort Frankfurt (Oder) werde sich die Arbeit auf die profitable Modulproduktion konzentrieren. Die nicht mehr kostendeckende Wafer- und Zellfertigung dagegen solle bis auf weiteres eingestellt werden. Hintergrund sei eine harte Konkurrenz aus Asien. Auch andere Unternehmen der Branche waren deswegen in eine Krise geraten./fsa/bb/DP/wiz