25.02.2013 10:42
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Verlagskonzern Pearson leidet unter Print-Krise

    LONDON (dpa-AFX) - Der britische Verlagskonzern Pearson kämpft weiter mit den Umbrüchen in der Medienwelt. Im vergangenen Jahr ging der operative Gewinn um ein Prozent auf 936 Millionen Pfund ab (1,08 Mrd. Euro) zurück, wie die Gesellschaft am Montag in London mitteilte. Besserung ist kaum in Sicht. In diesem Jahr rechnet das Unternehmen, zu dem etwa die "Financial Times" gehört, bestenfalls mit einer Stagnation in seinem operativen Geschäft.

    Mit dem Ausblick enttäuschte der Konzern. Da half auch die um sieben Prozent auf 45 Pence angehobene Dividende nichts. Die Aktie verlor am Vormittag in London zeitweise mehr als fünf Prozent. Gewinnzuwächse verbuchte Pearson 2012 im Schulbuch-Geschäft, dagegen gab es bei der "Financial Times", der Erwachsenenbildung und beim Buchverlag Penguin kräftige Rückgänge. Die Umsätze im Konzern legten dennoch um vier Prozent auf 6,1 Milliarden Pfund zu.

    Unter dem Strich stand im vergangenen Jahr bei Pearson aber ein Gewinneinbruch um rund zwei Drittel auf 326 Millionen Pfund. Das lag vor allem an ausbleibenden Sondereinnahmen des Vorjahres, als sich das Unternehmen vom Börsenindex-Betreiber FTSE getrennt hatte.

    Um das Ruder herumzureißen, will Pearson allein in diesem Jahr 150 Millionen Pfund in den Konzernumbau stecken und dabei sein Digitalangebot ausbauen. Zudem soll das Geschäft mit Schulbüchern stärker auf die Schwellenländer ausgerichtet werden, wo Pearson bei der wachsenden Mittelschicht gute Geschäfte wittert.

    Zur neuen Strategie gehört auch der Zusammenschluss des Buchverlags Penguin mit der Bertelsmann-Tochter Random Haus zum weltgrößten Verlag für Belletristik und Sachbücher. Das Geschäft will Pearson im zweiten Halbjahr unter Dach und Fach bringen. Die geplanten Sparanstrengungen sollen von 2014 an die jährlichen Kosten um 100 Millionen Pfund drücken./enl/mne/stb

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