Verlustreicher Wochenstart in Frankfurt -- ifo-Index steigt -- Lufthansa: Gewinnwarnung -- Porsche-Geldgeber: Daimler, Kredit oder Katar? -- Will Xstrata Anglo American? -- ESCADA: Tiefrote Bilanz
Heute anstehende Termine:
- Japan: Konjunkturumfrage 2. Quartal
- Deutschland: ifo Geschäftsklimaindex Juni
- ESCADA: Quartalszahlen
- Walgreen: Quartalszahlen
Deutsche Börsen mit Kursverlusten
An den deutschen Parketts übernahmen am Montag die Bären das Ruder - nach zunächst kaum verändertem Start ergaben sich die Börsen dem Abwärtstrend und rutschten deutlich ab. Der ifo Geschäftsklimaindex ist das dritte Mal in Folge gestiegen, nachdem bereits der ZEW-Index deutlich besser ausgefallen war, als erwartet. Die Anleger zeigten sich davon allerdings kaum beeindruckt - die Abschläge wurden größer. Auf Unternehmensseite stand zum Wochenstart einmal mehr der verschuldete Sport- und Geländewagenhersteller Porsche im Blickfeld der Marktteilnehmer. Die Situation über mögliche Geldgeber wird immer verworrener - neben Katar soll nun auch der Konkurrent Daimler in Frage kommen. Zudem wurde eine Quasi-Gewinnwarnung der Deutschen Lufthansa vom Freitagabend heute genauer unter die Lupe genommen.
Der DAX stieg ebenso in den Montagshandel ein, wie er sich am Freitag aus der Woche verabschiedet hatte: Nahezu unverändert. Im weiteren Verlauf rutschte der Leitindex aber in die Verlustzone ab und baute sein Minus letztlich auf 3,0 Prozent und damit 4.693 Punkte aus.
Der TecDAX konnte unterdessen zum Start ein leichtes Plus generieren, hielt sich aber ebenfalls nicht in der Gewinnzone. Hier ging es um 3,7 Prozent auf 590 Punkte südwärts.
17:12 Uhr: Moody’s revidiert Ratingausblick für Lufthansa nach unten
Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat den Ausblick für die Bonität der Deutsche Lufthansa AG von „stable“ auf „negative“ geändert. Damit reagierte Moody’s auf die freitägliche Gewinnwarung der Fluggesellschaft. Aktuell habe die Airline ein Lang- bzw. Kurzfristrating von „Baa3“ oder „Prime-3“, so die Ratingagentur. Betroffen seien Verbindlichkeiten von rund 1,35 Milliarden Euro.
15:35 Uhr: Wall Street mit rotem Handelsstart
Die US-Börsen steigen mit roten Vorzeichen in die aktuelle Handelswoche ein und schließen sich damit der Entwicklung der Aktienmärkte in Europa an. Die Tatsache, dass die Weltbank eine Erholung der globalen Wirtschaft noch in weiterer Ferne sieht, drückt auch an der Wall Street aufs Anlegergemüt. In den letzten Wochen waren negative Wirtschaftsnachrichten noch mehrheitlich ignoriert worden. Heute stehen keine Daten von Konjunkturseite auf der Agenda, auch Unternehmensnachrichten sind weitgehend rar. Ölwerte werden im Sog schwacher Ölpreise aktuell verkauft. Der Chiphersteller Marvell Technologies kann dank der Anhebung seiner Umsatzprognose indes zulegen.
Der Dow Jones knüpft an seine schwache Entwicklung vom Freitag an und verliert erneut Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq Composite rechnet man ebenfalls mit roten Vorzeichen.
15:30 Uhr: Dow Jones startet mit Minus
Der US-Leitindex Dow Jones verliert zum Handelsstart am Montag 0,6 Prozent.
15:20 Uhr: Apple: Neues iPhone läuft gut
Der Technologiekonzern Apple zeigt sich zufrieden mit den Verkaufszahlen seines neu eingeführten iPhone-Modells "iPhone 3GS". Bis zum 21. Juni habe man bereits eine Million Mobiltelefone des neuen Modells absetzen können, so das Unternehmen am Montag. Erst am vergangenen Freitag war Verkaufsstart.
14:36 Uhr: Walgreen verdient weniger
Der US-Drugstore-Betreiber Walgreen hatte auch im dritten Geschäftsquartal weiter mit sinkenden Gewinnen zu kämpfen. Den Angaben zufolge blieben unter dem Strich 522 Millionen Dollar - und damit fast neun Prozent weniger - übrig, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Umsätze entwickelten sich unterdessen positiv und stiegen um acht Prozent auf 16,21 Milliarden Dollar.
13:57 Uhr: Starker Dollar drückt Ölpreis
Die Ölpreise geben zu Beginn der neuen Handelswoche nach. Experten begründen die rückläufigen Tendenzen mit einem wieder stärkeren US-Dollar, der Investments in Öl unattraktiver macht. Darüber hinaus sorgen auch die schwachen Aktienmärkte für Verunsicherung unter Rohstoffanlegern. Preisstützend wirken sich unterdessen Angriffe nigerianischer Rebellen auf Öl-Pipelines im Nigerdelta aus.



