21.01.2013 22:02
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Verdacht auf Bilanzfälschung - Leuchtenhersteller Hess feuert Vorstände

Vermögenslage zu positiv
Der Schwarzwälder Leuchtenhersteller Hess hat seine beiden Vorstände wegen Verdachts auf Bilanzmanipulation gefeuert.
Interne Recherchen hätten ergeben, dass es "wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum mit Kenntnis des Vorstands zu Verstößen gegen Bilanzierungsregelungen gekommen ist", teilte die Hess AG am Montag in Villingen-Schwenningen mit. Der Aufsichtsrat habe in einer Sondersitzung die Verträge gekündigt. Ein Unternehmenssprecher war am Montag für Nachfragen nicht zu erreichen.

  Der Aufsichtsrat habe Till Becker zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt, hieß es weiter. Darüber hinaus habe das Gremium eine wirtschaftliche und rechtliche Sonderuntersuchung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte beschlossen, um das genaue Ausmaß eines möglichen Schadens feststellen zu lassen.

     Laut Mitteilung besteht unter anderem der Verdacht, dass die Hess AG seit dem Jahr 2011 fingierte Umsätze ausgewiesen habe. "In den Finanzberichten der Gesellschaft für die Jahre 2011 und 2012 wurden daher nicht bestehende Umsatzerlöse ausgewiesen und die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage zu positiv dargestellt", hieß es.

    Hess war im vergangenen Oktober an die Börse gegangen und beschäftigte zum Stichtag 30. September 380 Mitarbeiter. In dem Finanzbericht hatte der Hersteller von Außen- und Architekturbeleuchtungen ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von gut einem Drittel auf mehr als 58 Millionen Euro für die ersten neun Monate ausgewiesen. Um Sondereffekte des Börsengangs bereinigt, ergebe sich vor Zinsen und Steuern ein Ergebnis von 4,29 Millionen Euro (plus 57,7 Prozent).

    VILLINGEN-SCHWENNINGEN (dpa-AFX)

Bildquellen: artur gabrysiak / Shutterstock.com
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