07.01.2013 13:28
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Was war 2012 wichtig und wird die Zukunft weiter entscheidend beeinflussen

Vermögensverwalter-Kolumne
Aus Sicht der Kapitalmärkte hat sich das Jahr 2012 in drei Episoden abgespielt.
Nach einem verheißungsvollem Start im ersten Quartal 2012, folgte von Mai bis Juli eine der schwierigsten Phasen für Kapitalmärkte. Die weitere Existenz Europas und des Euro wurde in Frage gestellt, der Verschuldungsgrad der Amerikaner wurde kritisch beleuchtet und die Frage aufgeworfen, wie lange das noch weitergehen kann, das chinesische Wachstumswunder trübte sich massiv ein und diverse ungelöste Konflikte in Nordafrika und in Nahen Osten kochten hoch. In der Folge reagierten Märkte – wie immer bei schlechter Nachrichtenlage – extrem nervös und hektisch.

Von Michael Dutz, Vorstand der Adlatus AG in Chemnitz

Für viele überraschend folgte im vierten Quartal einer der historisch stärksten Kursanstiege. Die Ursache für die Kursrally war nicht die Lösung der Verschuldungs-probleme in Europa und den USA und auch die Probleme in den religiösen Unruheregionen blieben ungelöst. Ursächlich für die Kurserholung war die Erklärung der Europäischen Zentralbank zum unbegrenzten Staatsschulden-Ankauf von Euro-Krisenländern. Vergleichbar mir der Placebo-Garantie für Spareinlagen durch Frau Merkel im Jahre 2008 wirkte auch diese Garantieerklärung für den Euro durch die Europäische Zentralbank. Die Situation beruhigte sich, Gelder flossen in die Problemländer Europas zurück. Das Vertrauen in den Fortbestand des Euro wirkte sich positiv auf die Aktien- und Immobilienmärkte aus. Davon konnten insbesondere der DAX und die deutschen Immobilienmärkte profitieren, da diese Märkte im internationalen Vergleich besonders billig waren und Deutschland von der Krise Europas verschont geblieben ist. Ein Blick auf die Rekordergebnisse der deutschen Unternehmen zeigt, dass der Kursanstieg fundamental begründet ist und die Bewertung der Kurse immer noch als billig bezeichnet werden kann. Jährliche Dividenden-zahlungen von häufig über vier Prozent bilden eine echte Alternative zu niedrigen Tages- und Sparzinsen von mittlerweile unter ein Prozent.

Die wichtigen und nachhaltigen „Meldungen des Jahres 2012“ waren:

1) Die Europäische Zentralbank hat den Weg der soliden Geldpolitik verlassen und überschwemmt die Märkte mit billigem Geld. Dies entspricht dem Muster amerikanischer Zentralbankpolitik. Der Preis dieser Geldpolitik führt unweigerlich zu dauerhaft niedrigen Zinsen und höheren Inflationsraten.

2) Bis 2025 werden die USA zum größten Öl- und Gasproduzenten der Welt aufsteigen. Die in Schieferlagerstätten von Utah und Colorado gefundenen Ölreserven belaufen sich auf drei Billionen Barrel und damit drei Mal mehr als die gesamte Welt in den letzten 100 Jahren verbraucht hat. Auch die Staatsverschuldung der USA ist vor dem Hintergrund dieser Rohstoffschätze neu zu bewerten.

3) Die Stagnation der Volkswirtschaften in Japan und in vielen Ländern Westeuropas auf der einen Seite und andererseits die aufstrebenden Volkswirtschaften in China, Brasilien und den Tigerstaaten wird in den nächsten Jahren zu einer Veränderung der Kräfteverhältnisse auf der Welt führen. Der Weg zur Weltmacht Nummer „Eins“ ist vorgezeichnet und wird durch die neue Regierung noch forciert werden. Die Frage ist nur, was die Amerikaner dagegensetzen werden, wenn ihnen dies bewusst wird.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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