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26.06.2009 08:57

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Voestalpine-Chef fordert dauerhafte Stilllegungen von Stahlwerken in Europa


    HAMBURG (dpa-AFX) - Der Chef des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine <VAS.FSE> <VOE.EAV>, Wolfgang Eder, hat Europas Stahlindustrie zur dauerhaften Stilllegung von Kapazitäten aufgefordert. "Wir brauchen in Europa Werksschließungen – vor allem in Osteuropa", sagte er der "Financial Times Deutschland" (FTD/Freitag). Die Krise zeige, dass es in den EU-Ländern deutliche Überkapazitäten gebe, gerade bei einfachen Stahlqualitäten. "Die Gefahr ist groß, dass durch das bloße Herunterfahren der Produktionen eine wirkliche Strukturbereinigung verschleppt wird", sagte der Chef des sechstgrößten europäischen Stahlkonzerns. Mindestens zehn Prozent der insgesamt 200 Millionen Tonnen seien überflüssig.  Bislang versuchen die Stahlunternehmen mit vorübergehenden Produktionsdrosselungen den Nachfrageeinbruch in den Griff zu bekommen.

    Die Krise habe offenbart, wo die strukturellen Schwachstellen lägen, erklärte Eder. "Es ist besser, einen Schnitt zu setzen und ein unrentables Werk so sozialverträglich wie möglich abzuwickeln“, sagte Eder. In der Praxis würden dagegen in vielen Ländern marode Stahlwerke immer noch durch direkte und indirekte Subventionen künstlich am Leben erhalten.

    Für gefährlich hält der Voestalpine-Chef die Politik von Rivalen, schon jetzt die Preise wieder anzuheben: "Mit Preiserhöhungen sollten die Stahlhersteller so lange warten, bis die Läger tatsächlich geleert sind, also voraussichtlich zwei bis drei Monate.“ Ansonsten begännen die Stahlhändler in Erwartung weiter steigender Preise jetzt damit, sich einzudecken – über den tatsächlichen Bedarf hinaus. ArcelorMittal <MT.ASX> <ISPA.FSE> und Salzgitter<SZG.ETR>   hatten Anfang Juni Preiserhöhungen angekündigt und dies mit leicht anziehenden Bestellungen begründet. Die Gefahr eines konjunkturellen Rückschlages sei zurzeit sehr groß, urteilte Eder./nl/wiz

Kommentare zu diesem Artikel

Homer schrieb:
27.06.2009 08:45:39

HAHAHA.Das wäre Mal was.Belohnungen für Fehlverhalten gegenüber dem Gesetz.

1st Sakko schrieb:
27.06.2009 06:05:46

Ich frag nur rein interessehalber, Drogen dealer, wäre ein lukratives Geschäft wenn man denn dann noch vom Staat belohnt wird... sonst natürlich nicht.

1st Sakko schrieb:
27.06.2009 06:04:44

verdienenden gehören. Also denen wir das Problem,teilweise zutreffend, zu verdanken haben. Super(!)geile Politik-MOtto:Baut Scheisse und kassiert dafür noch-richtig-versteckte Belohnungen.Wann sind wir denn soweit das Drogendealer Absatzprämien vom Staat und Kleptomanen Gehalt vom Kaufhaus bekommen?

1st Sakko schrieb:
27.06.2009 05:58:20

Eigentlich - müsste man ALLE Stahlwerke schließen nur noch 1 am Leben lassen. Da die so überaus durchdachte Abwrackprämie den Tod vieler Autobauer um ein paar Jahre NUR VERZÖGERT HAT und NICHT GERETTET.Dafür haben aber alle die vorher etwas Geld sparen konnten weil Sie zu den etwas besser

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