11.06.2012 09:15
Bewerten
 (1)

Volkswagen: Autobauer findet laut Pressebericht Steuerschlupfloch bei Porsche-Übernahme

Wolfsburg (www.aktiencheck.de) - Der Autobauer Volkswagen AG (Volkswagen vz) hat einem Medienbericht zufolge einen Weg gefunden, wie er den Sportwagenhersteller Porsche Automobil Holding SE übernehmen kann, ohne große Steuerbelastungen befürchten zu müssen.

Nach Informationen der "WirtschaftsWoche" (Samstag) könnte Volkswagen-Chef Martin Winterkorn Porsche schon in diesem August unters Konzerndach bringen - ohne dass Steuern fällig werden und ohne Klagerisiken in Milliardenhöhe zu übernehmen. Eine wichtige Hürde nahm der Automobilbauer nun nach Angaben des Wirtschaftsmagazins beim Finanzamt Stuttgart. Nach dessen rechtsverbindlicher Auskunft geht der Fiskus bei der Übergabe der Porsche AG an den VW-Konzern leer aus, obwohl die darüber liegende Porsche Automobil Holding SE dafür 4,5 Mrd. Euro erhalten soll. Im Falle einer Steuerpflicht hätte die Porsche SE schätzungsweise 1,5 Mrd. Euro an Körperschaft-, Gewerbe- und Grunderwerbsteuer zahlen müssen.

Nach Angaben des baden-württembergischen Finanzministeriums muss im Fall Porsche Steuerfreiheit erteilt werden, was an der ausgeklügelten Konstruktion liege, die sich die Unternehmen für die Übernahme ausgedacht hätten. Für die Sportwagenschmiede, also die Porsche AG, erhält die Porsche SE als Gegenleistung nämlich nicht nur 4,5 Mrd. Euro, sondern auch eine VW-Stammaktie. Damit ist laut Ministerium die in Paragraph 20 des Umwandlungssteuergesetzes formulierte Bedingung erfüllt, "dass die Buchwerteinbringung eines Betriebes in eine Kapitalgesellschaft ... auch möglich ist, wenn nur ein neuer Anteil gewährt wird".

Steuerrechtlich handelt es sich bei dem Handel daher nicht um einen Verkauf, sondern um eine Umstrukturierung. Darum, so das Ministerium, gebe es keinen Steueranspruch, schreibt das Blatt.

Die Fusion von Porsche und Volkswagen scheiterte bisher an Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe, die mehrere Investoren gegen die Porsche-Holding geltend machen. Sie werfen ihr vor, in der Übernahmeschlacht mit VW den Aktienmarkt manipuliert zu haben. VW will deshalb laut dem Bericht nicht die belastete Holding übernehmen, sondern nur das operative Geschäft der Porsche AG. Die Klagerisiken verbleiben bei der Holding, die zu 90 Prozent im Besitz des Porsche-Piëch-Clans ist und die Beteiligung an Volkswagen (50,7 Prozent) und der Porsche AG (100 Prozent) verwaltet.

Die Aktie von Volkswagen notierte zuletzt bei 121,85 Euro.(11.06.2012/ac/n/d)

Nachrichten zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Relevant3
  • Alle3
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
24.06.2016Volkswagen vz HoldCommerzbank AG
24.06.2016Volkswagen vz ReduceOddo Seydler Bank AG
23.06.2016Volkswagen vz VerkaufenIndependent Research GmbH
23.06.2016Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
21.06.2016Volkswagen vz HaltenBankhaus Lampe KG
21.06.2016Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
20.06.2016Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
20.06.2016Volkswagen vz overweightJP Morgan Chase & Co.
17.06.2016Volkswagen vz buyUBS AG
08.06.2016Volkswagen vz buyKepler Cheuvreux
24.06.2016Volkswagen vz HoldCommerzbank AG
21.06.2016Volkswagen vz HaltenBankhaus Lampe KG
21.06.2016Volkswagen vz HoldCommerzbank AG
21.06.2016Volkswagen vz HoldBaader Wertpapierhandelsbank
17.06.2016Volkswagen vz HaltenBankhaus Lampe KG
24.06.2016Volkswagen vz ReduceOddo Seydler Bank AG
23.06.2016Volkswagen vz VerkaufenIndependent Research GmbH
23.06.2016Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
20.06.2016Volkswagen vz VerkaufenDZ-Bank AG
17.06.2016Volkswagen vz VerkaufenIndependent Research GmbH
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen AG Vz. (VW AG) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

Nach Brexit-Entscheid: DAX geht mit kräftigem Abschlag ins Wochenende -- US-Börsen massiv im Minus -- Briten stimmen für EU-Ausstieg -- Staatsanwaltschaft durchsucht Zentrale von thyssenkrupp

Erneut Warnstreiks bei Amazon in Leipzig. Lufthansa Cargo verlangt von Mitarbeitern Gehaltsverzicht. Deutsche Post verliert Finanzvorstand Rosen. Aktiencrash hat offenbar fünf Billionen Dollar vernichtet. Brexit Step-by-step: So geht's für die Briten jetzt weiter.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der World Wealth Report 2016
Hier ist Leben preiswert!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Am Donnerstag, den 23. Juni blicken die Anleger mit Spannung auf das EU-Referendum der Briten. Welchen Ausgang erwarten Sie?