Wolfsburg (www.aktiencheck.de) - Der Personalvorstand der Volkswagen AG (Volkswagen vz), Horst Neumann warnt die Manager des expandierenden Autobauers vor verfrühter Euphorie. Die Wolfsburger wollen bis 2018 zum weltgrößten Autobauer aufsteigen.
"Wir dürfen nicht glauben, es geschafft zu haben, VW sei jetzt reich und unschlagbar. Stattdessen brauchen wir einen klaren Blick für Stärken und Risiken", sagte Neumann dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Dann können wir die verbliebenen Schwachstellen beheben. Im Vergleich mit starken Wettbewerbern wie Toyota Motor Corp. und Hyundai Motor Co. Ltd. , haben wir manche Segmente noch nicht besetzt, das gilt etwa für kompakte Nutzfahrzeuge in Schwellenländern. In Märkten wie Südostasien können wir noch viel tun."
Der wirtschaftliche Erfolg des größten deutschen Industriekonzerns hat in jüngster Zeit zu einem deutlichen Personalaufbau geführt. Aktuell beschäftigt der VW-Konzern fast 520.000 Mitarbeiter. Durch Zukäufe wie MAN sind 75.000 Beschäftigte hinzugekommen. "Rein organisch haben wir seit 2009 über 70 000 neue Arbeitsplätze im Konzern geschaffen. Besonders freut uns, dass fast 25 000 davon in Deutschland entstanden sind", so der Personalvorstand. Allerdings ist es nach Aussage des Managers mit dem Wolfsburger Jobwunder erst einmal vorbei. "Das wird nicht mehr so steil weitergehen. Wir erleben jetzt eine Konsolidierung und erwarten nur noch einen leichten Anstieg", sagte der VW-Vorstand. "Es wird eher darum gehen, wie viele Leiharbeiter wir fest einstellen und wie viele Ausbildungsplätze wir weltweit schaffen können."
Die Aktie von Volkswagen notiert derzeit mit einem Plus von 0,88 Prozent bei 142,95 Euro. (06.08.2012/ac/n/d)