Auf dem Weg an die Weltspitze greift Volkswagen tief in die Tasche: In den kommenden drei Jahren will Europas größter Autobauer gut 50 Milliarden Euro in neue Produkte, Werke und Technologien stecken. "Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds investieren wir mehr als jemals zuvor, um unsere langfristigen Ziele zu erreichen", sagte Vorstandschef Martin Winterkorn, nachdem der Aufsichtsrat den Plänen des Vorstands grünes Licht erteilt hatte.
Gut 39 Milliarden Euro der Gesamtsumme sollen auf Sachinvestitionen entfallen, 60 Prozent der Mittel sollen in Deutschland eingesetzt werden. Die Investitionsquote wird sich nach Volkswagen-Angaben damit auf einem Niveau von 6 bis 7 Prozent bewegen. Erstmals in der Planung einbegriffen sind mit den Marken MAN und Porsche auch die jüngsten VW-Töchter.
"Mit den Investitionen auf anhaltend hohem Niveau stärken wir die Zukunftsfähigkeit des Konzerns sowohl bei Produkten als auch bei den Produktionsverfahren", sagte Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh. "Die beschlossene Investitionsplanung ist zudem ein klares Bekenntnis zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Beschäftigung bei Volkswagen, gerade angesichts des schwierigeren Umfeldes in der Automobilindustrie."
Wie üblich sind im Gesamtinvestitionsvolumen für 2013 bis 2015 noch nicht die Mittel berücksichtigt, die VW in die chinesischen Joint Ventures mit SAIC und FAW stecken wird, da diese nicht voll in der Bilanz der Volkswagen AG konsolidiert werden. Die Gemeinschaftsunternehmen werden laut den Wolfsburgern in den kommenden drei Jahren knapp 10 Milliarden Euro in neue Werke und Produkte stecken.
Die Niedersachsen verfolgen das ehrgeizige Ziel, General Motors und Toyota bis spätestens 2018 an der automobilen Weltspitze abzulösen. Momentan liefern sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den wiedererstarkten Japanern und Amerikanern. Um die weltweite Nummer Eins zu werden, will Europas Branchenprimus den Absatz in den USA vervielfachen, die Präsenz in (Südost-)Asien ausweiten und vor allem massiv in die Kapazitäten in den wichtigen BRIC-Staaten China, Russland und Indien investieren.
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November 23, 2012 06:04 ET (11:04 GMT)
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