10.09.2013 20:25
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Volkswagen könnte bald über neues Chattanooga-Modell entscheiden

   Von Joseph B. White

   FRANKFURT--Die Volkswagen AG könnte in den kommenden sechs bis zwölf Monaten darüber entscheiden, ob sie in ihrem Montagewerk in Chattanooga, Tennessee, ein zweites Modell baut und ob dieses Fahrzeug ein Mittelklasse-Geländewagen sein wird, sagten Manager der Unternehmens am Dienstag.

   Die Entwicklung eines Mittelklasse-SUV sei eine "Top-Priorität" von VW in den USA, sagte Volkswagens US-Chef Jonathan Browning zu Journalisten vor Beginn der Frankfurter Automobilmesse IAA.

   VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler sagte, eine Entscheidung, ob ein neues Modell in Chattanooga gebaut wird, werde diskutiert und könne innerhalb von sechs bis zwölf Monaten getroffen werden. "Ich verspreche das nicht", fügte Klingler hinzu. "Ich glaube das."

   Das Chattanooga-Werk ist derzeit nur an vier Tagen die Woche in Betrieb, weil die Nachfrage nach dem VW Passat, der dort gebaut wird, stärker zurückgegangen ist als VW einst erwartet hatte.

   Der Konzern sollte laut Klingler auch darüber nachdenken, ob er nicht in den amerikanischen Markt für leichte Pickup-Trucks expandieren wolle, eines der am schnellsten wachsenden Segmente im Laufe des vergangenen Jahres. "Heute kommt das stärkste Wachstum in den USA von Trucks", sagte Klingler.

   Der Manager räumte allerdings ein, dass die großen drei Autobauer in Detroit eine dominante Marktposition im Truck-Segment haben. Ein VW-Truck müsste zudem vor Ort gebaut werden, um erfolgreich zu sein. Der Wolfsburger Konzern hatte mal kleine Pickups in den USA verkauft. Doch amerikanischen Zollgebühren - die sogenannte "Hühner-Steuer" auf importierte Trucks im Zuge eines Handelsstreites um Hühner aus den USA, der schon lange her ist - machten die VW-Pickups unrentabel.

   VW will sein Angebot an Elektroautos in den USA ausweiten. Ab 2015 soll eine elektrische Version des Golf in Kalifornien und einigen anderen Staaten verkauft werden, sagte Browning weiter. Allerdings habe er Zweifel, dass der sehr viel kleinere elektrische VW Up in den USA angeboten wird.

   VW rechnet laut Browning damit, dass bis 2018 elektrische oder Hybrid-Fahrzeuge rund 3 Prozent der globalen Konzernabsätze ausmachen. Klingler warnte aber, dass das Herz der US-Verbraucher sehr viel mehr für Trucks schlage als für Elektroautos. Die Verkaufszahlen von Elektroautos zu steigern, "wird Zeit brauchen."

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/DJN/sha/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   September 10, 2013 13:51 ET (17:51 GMT)

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