Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sei nach vorläufigen Berechnungen um rund zehn Prozent auf über 54 Millionen Euro gestiegen, teilte die Gesellschaft am Dienstag mit. Dazu beigetragen habe insbesondere der Geschäftsbereich Messtechnik, der von einer anhaltend guten Nachfrage aus der Autoindustrie sowie Großaufträgen in der Verkehrssicherheit profitiert hat.
Mit der Ergebniszahl traf das Unternehmen die Schätzungen der Analysten. Mit einem Minus von rund einem Prozent gehörte die Aktie am Morgen mit zu den größten Verlierern im TecDax.
Der Umsatz liege dank gut laufender Geschäfte in Amerika und Asien bei rund 585 Millionen Euro. Das wäre ein Plus von knapp acht Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. Der Auftragseingang erreichte mit rund 585 Millionen Euro nicht den Vorjahreswert von 647,9 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen von einem Großauftrag profitiert. "Auch der Jahresüberschuss wird aufgrund des besseren Finanzergebnisses und der niedrigen Steuerquote noch stärker als das operative Ergebnis steigen", sagte Finanzvorstand Rüdiger Andreas Günther laut Pressemitteilung.
Für das laufende Jahr zeigte sich JENOPTIK aufgrund des schwierigen konjunkturellen Umfeldes vorsichtiger. 2013 peilt das Unternehmen ein "leichtes" Umsatzplus von bis zu fünf Prozent an. Mit Zuwächsen rechnet die Gesellschaft vor allem in Amerika und Asien/Pazifik. Das EBIT soll - abhängig vom Verlauf des Halbleitergeschäfts insbesondere im zweiten Halbjahr - zwischen 50 und 55 Millionen Euro liegen. Allerdings würden Kosten wie etwa für den Ausbau des Vertriebs mit einem mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag das operative Ergebnis belasten. Ab 2014 will der Technologiekonzern jährlich um zehn Prozent wachsen und bis 2017 einen Umsatz von 800 Millionen Euro erzielen.
JENA (dpa-AFX)