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18.01.2013 09:21

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VORWURF: STEUERVERGEHEN

Griechisches Parlament billigt Untersuchung gegen Ex-Finanzminister


Das griechische Parlament hat den Weg für eine Untersuchung gegen den früheren Finanzminister Giorgos Papakonstantinou frei gemacht.

Nach einer ganztägigen Sitzung votierten die Abgeordneten in der Hauptstadt Athen in der Nacht mehrheitlich dafür, die Untersuchung zuzulassen. Papakonstantinou wird verdächtigt, die Streichung von Namen eigener Verwandter von einer Liste mutmaßlicher Steuerflüchtlinge in der Schweiz veranlasst zu haben. Der frühere sozialistische Minister bestreitet die Vorwürfe.

   Im Oktober 2010 hatte die damalige französische Finanzministerin und heutige Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, Papakonstantinou eine Datei mit den Namen von mehr als 2.000 mutmaßlichen griechischen Steuersündern übergeben. Die Daten waren offenbar von einem Mitarbeiter der Schweizer Bank HSBC entwendet worden. Papakonstantinou und sein sozialistischer Nachfolger Evangelos Venizelos lehnten eine Verwendung der Liste daher lange ab.

   Unter öffentlichem Druck schwenkte Athen im Oktober 2012 dann ein, konnte die Liste jedoch nicht mehr finden. Frankreich schickte sie daraufhin erneut nach Athen. Bei einem Abgleich mit der inzwischen wieder aufgetauchten ersten Liste kam heraus, dass auf dieser ausgerechnet die Namen von Papakonstantinous Verwandten fehlten. Mit der Untersuchung der Vorkommnisse soll sich nach der Parlamentsentscheidung nun eine eigene Kommission befassen.

ATHEN (AFP)

Bildquellen: Chubykin Arkady / Shutterstock.com

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