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06.07.2012 17:41

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VORZUG EURO-AUSTRITT?

Finnland lehnt gemeinsame Haftung für Schulden in Eurozone ab


Finnlands Regierung hat angekündigt, nicht für die Schulden anderer Eurostaaten haften zu wollen.

"Die kollektive Verantwortung für Schulden und Risiken anderer Staaten ist nicht das, worauf wir uns vorbereiten sollten", sagte die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen in einem Interview mit dem Finanzblatt Kauppalehti. Die Zeitung interpretierte diesen Satz als Drohung der finnischen Regierung, aus dem Euro auszutreten und schrieb: "Finnland wird nicht um jeden Preis am Euro festhalten und ist auf alle Szenarien vorbereitet."

Urpilainens Sprecher Matti Hirvola sagte dazu der Nachrichtenagentur AFP, dies sei eine falsche Interpretation der Äußerungen der Ministerin. Die Darstellung, dass Finnland einen Ausstieg aus der Eurozone plane, sei "schlicht falsch".

"Finnland ist ein überzeugtes Mitglied der Eurozone, und wir glauben daran, dass der Euro Finnland nutzt", sagte Urpilainen in dem Interview. Die Finanzministerin machte jedoch deutlich, dass ihre Regierung einer gemeinsamen Haftung für die Schulden und Risiken der Euroländer nicht zustimmen werde. Auch eine Bankenunion mit gemeinsamer Haftung lehnte sie ab. Finnland werde eine "harte Haltung" einnehmen, wenn es um Rettungspläne für die Eurozone geht, sagte Urpilainen. "Wir sind konstruktiv und wollen die Krise lösen, aber nicht um jeden Preis." Finnland ist eines der wenigen Euroländer, die noch mit der höchsten Kreditwürdigkeit AAA bewertet werden.

Der Beschluss des EU-Gipfels in Brüssel in der vergangenen Woche, wonach der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) künftig auch Staatsanleihen von Spanien und anderen unter Druck geratenen Euroländern aufkaufen darf, war in Helsinki auf Bedenken gestoßen. Die finnische Regierung hat für die kommende Woche bilaterale Gespräche mit Spanien angekündigt. Finnland will dem Rettungspaket für die Spanier erst zustimmen, wenn Madrid zusätzliche Garantien bereitstellt.

Finnland hatte immer wieder strikte Bedingungen für Hilfspakete an schwächelnde Eurostaaten gefordert. Dem zweiten Rettungspaket für Griechenland hatte Finnland ebenfalls erst zugestimmt, nachdem Athen in bilateralen Verhandlungen im Oktober 2011 weitere Garantien abgegeben hatte.

DJG/apo/sha (END) Dow Jones Newswires July 06, 2012 11:20 ET (15:20 GMT)- 11 20 AM EDT 07-06-12 - HELSINKI (AFP)

Bildquellen: iStock/JuhaHuiskonen

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Kommentare zu diesem Artikel

klappi4900 schrieb:
06.07.2012 21:08:41

Wir müssen aufhören immer die gleichen Partein zu wählen es müssen neue andere Partein kommen die die noch nicht an die Macht waren

Moika schrieb:
06.07.2012 18:58:05

Die Reaktion der Finnen ist die klare Retourkutsche auf Montis Triumph vom Samstagmorgen. Aber ständig anderen in die Tasche greifen zu wollen erzeugt einfach zu viel Frust - so funktionieren keine Gemeinschaften.

Unter diesen Umständen ist nicht nur die Euro-Zone erledigt...

McCoyle schrieb:
06.07.2012 17:52:07

Unsere Regierung wird ihre Richtung nicht mehr ändern. Spätestens nach dem Eurogipfel war der Karren für uns so dermaßen in den Dreck gefahren, dass unsere Regierung vollends ihr Gesicht verlieren würde. Sie stehen es durch und dann solls doch der Nachfolger wieder grade biegen.

RainerGroer schrieb:
06.07.2012 17:32:17

Jeder Privatmann der Geld von einer Bank leihen will muss Sicherheiten haben, nur wir sind doof genug Geld ohne alles zu verleihen! Wann wird endlich mal einer diesen Unsinn stoppen und diese Regierung der Unfahigkeit überführen?

klappi4900 schrieb:
Wertung: 5/5

06.07.2012 17:32:02

Die Finnen haben eine gute Einstellung denn die Eurokriese ist nicht zu unterschätzen und da sind die Bedenken gerechtfertigt.

Vielleicht ändern sich undere Politiker ja nach aber meine Stimme bekommen sie nicht mehr!!!

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