11.01.2017 20:13
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WAZ: Trump zahlt jetzt einen hohen Preis - Kommentar von Lutz Heuken zu angeblichen Affären

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Essen (ots) - Ist es jetzt überhaupt noch relevant, ob sich Donald Trump vor Jahren tatsächlich mit Moskauer Prostituierten eingelassen hat? Ist es überhaupt noch relevant, ob der russische Geheimdienst davon kompromittierende Aufnahmen hat, um Trump zu erpressen?

Nein! Es reicht, dass man sich beides vorstellen kann: Trump trauen viele ein solches Verhalten durchaus zu - und den Russen auch. In postfaktischen Zeiten sind derartige Gerüchte und Mutmaßungen oft wichtiger als Tatsachen. Und widerlegen kann auch ein Trump die wilden Spekulationen nicht. Das ist das perfide an diesen Geschichten.

Trump hat sich im schmutzigen US-Wahlkampf mit Putins Diensten eingelassen - und zahlt dafür schon vor Amtsantritt einen hohen Preis: Der künftig mächtigste Mann der Welt gilt als erpressbar. Das System der Fake-News vernichtet seine Schöpfer: Bei jeder Trump-Entscheidung wird man sich fragen, ob nicht Putin seine Finger im Spiel hatte. Der Welt drohen Szenarien wie aus einem Spionage-Reißer. Die internationale Lage indes ist zu brisant, als dass man diesem Treiben der beiden Egomanen ebenso distanziert wie amüsiert zuschauen möchte.

OTS: Westdeutsche Allgemeine Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/nr/55903 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2

Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 - 804 6519 zentralredaktion@waz.de

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