23.12.2012 17:45
Bewerten
 (0)

WDH/Presse: Immer mehr ältere Arbeitslose rutschen in Hartz IV

    BERLIN (dpa-AFX) - Immer mehr ältere Arbeitslose finden Medien zufolge keine neue Stelle und müssen dann von Hartz-IV-Unterstützung leben. Nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" (Samstag) waren im November rund 291.000 arbeitslose Hartz-IV-Empfänger über 55 Jahre registriert - 40.000 mehr als noch ein Jahr zuvor. Dies entspricht einem Zuwachs von 16 Prozent. Die Zeitung beruft sich dabei auf offizielle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

 

    Auch insgesamt ist danach die Zahl der über 55 Jahre alten Arbeitslosen binnen eines Jahres gestiegen, und zwar um 3,8 Prozent auf 534.000. Dagegen hat sich die Arbeitslosigkeit insgesamt im Vorjahresvergleich nur um 1,4 Prozent erhöht.

 

    Eine BA-Sprecherin machte dafür zum demografische Gründe verantwortlich. "So wie die Belegschaften in den Betrieben altern, so altern auch die Arbeitslosen." Zum anderen sei es aber auch eine Tatsache, dass der Arbeitsmarkt für Ältere sehr schwierig sei. Ältere Erwerbslose hätten schlechtere Chancen, wieder in Arbeit zu kommen.

 

    Katrin Göring-Eckardt, Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl 2013, sagte am Sonntag laut Mitteilung: "Es ist absurd und unverantwortlich, dass sich Union und FDP weiter einem echten Mindestlohn verweigern. Dadurch sind die Bürgerinnen und Bürger doppelt die Dummen: Die einen können von ihrer Arbeit nicht leben und müssen als Bittsteller zum Staat, die anderen müssen mit ihren Steuern die beschämenden Niedriglöhne in vielen Bereichen auch noch subventionieren."

 

    Die Sozialpolitikerin der Linken, Sabine Zimmermann, sagte, das tatsächliche Ausmaß der Arbeitslosigkeit von Älteren werde durch die gesetzlichen Statistik-Vorgaben kaschiert. So würden fast 118.000 arbeitslose Hartz-IV-Empfänger im Alter von über 58 Jahren nicht mehr mitgezählt, weil sie von den Jobcentern ein Jahr lang kein Arbeitsangebot bekommen hätten.

 

    Nach einer Antwort des Arbeitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken haben im Vorjahr mehr als 1,21 Millionen Niedrigst-Verdiener zusätzliche Hartz-IV-Leistungen zum Lebensunterhalt bekommen. Wie die "Passauer Neue Presse" (Samstag) unter Berufung auf die Antwort berichtet, wurden an die sogenannten Aufstocker 10,73 Milliarden Euro ausgezahlt.

 

    Der Parteichef der Linken, Bernd Riexinger, sagte: "Da werden Milliarden verpulvert, um Hungerlöhne aufzufüllen." Seit dem Hartz-IV-Start im Jahr 2005 seien bereits mehr als 70 Milliarden Euro für Aufstocker ausgegeben worden./th/DP/he

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- Dow Jones zum Schluss unverändert -- Zweifel an Trumps Versprechen belasten Bankenbranche -- Siemens-Chef verkauft Aktien -- Carl Zeiss, JENOPTIK, KUKA, Nike im Fokus

Großaktionäre drängen laut Manager Magazin Stada-Führung zu Okay für Übernahme. GfK-Kleinaktionäre sollen hinausgedrängt werden. BASF hat angeblich Auge auf FMC Corp geworfen. Diesel-Betrug? - Ermittler verdächtigen Daimler-Mitarbeiter. USA: Rohöllagerbestände steigen auf neues Rekordniveau. VW kehrt nach Dieselgate an Anleihemarkt zurück.

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Wertpapiers? Welcher der drei folgenden Risikoklassen würden Sie sich persönlich zuordnen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
Nordex AGA0D655
Allianz840400
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
Siemens AG723610
SAP SE716460
BMW AG519000
Deutsche Lufthansa AG823212
BayerBAY001