29.06.2012 22:41
Bewerten
 (0)

WDH/ROUNDUP 2: Fresenius scheitert mit Übernahmeangebot für Rhön-Klinikum

    (neu: Stellungnahme Rhön-Klinikum)          BAD VILBEL (dpa-AFX) - Die Übernahme von Rhön-Klinikum (RHOeN-KLINIKUM) durch den Fresenius (Fresenius SECo) ist geplatzt, aber aufgeben will der Gesundheitskonzern nicht. Der Medizinkonzern verfehlte nur relativ knapp sein Ziel, mindestens 90 Prozent plus eine Aktie der Rhön-Papiere zu erwerben. Insgesamt seien 84,3 Prozent des Grundkapitals von Rhön angedient worden, teilte das Dax-Unternehmen am Freitagabend in Bad Vilbel mit. Eine Verlängerung der Frist zur weiteren Andienung von Aktien ist nicht möglich. Fresenius-Vorstandschef Ulf Schneider will dennoch nicht aufgeben, sondern sucht nach neuen Optionen für eine Fusion: "Wir sind weiterhin von den großen Vorteilen eines Zusammenschlusses von Rhön-Klinikum und Helios überzeugt und werden unsere Handlungsmöglichkeiten in den kommenden Tagen eingehend prüfen", sagte er laut Pressemitteilung.

 

    Der Aufsichtsrat und der Vorstand des Klinik-Konzerns Rhön bedauerten das Scheitern ebenfalls: "Hier wurde eine große Chance im ersten Anlauf zur gemeinsamen Gestaltung des deutschen Gesundheitsmarktes verpasst", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Eugen Münch laut Pressetext. Zudem werden Ergebnisbelastungen aus dem gescheiterten Übernahmeprozess erwartet, hieß es. Dass es zu außergewöhnlichen Belastungen kommen wird, war allerdings bereits auf der Hauptversammlung angedeutet worden.

 

    Die Rhön-Aktie brach nachbörslich beim Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz um fast 10 Prozent ein. Die Fresenius-Aktie dagegen reagierte kaum.

 

    Fresenius wollte mit dem Zusammenschluss den europaweit größten privaten Krankenhausbetreiber mit einem Umsatz von rund sechs Milliarden Euro formen. Dafür hatte der Konzern 22,50 Euro je Aktie in bar oder insgesamt 3,1 Milliarden Euro für den fränkischen Konkurrenten geboten, was einem Aufschlag von 50 Prozent auf den Kurs der Rhön-Aktie vor Bekanntwerden der Übernahmepläne entsprach. Inklusive einer Nettofinanzverschuldung von circa 800 Millionen Euro wurde Rhön so mit etwa 3,9 Milliarden Euro bewertet. Am Mittwoch um Mitternacht war die Frist zur Andienung der Aktien ausgelaufen.

 

ASKLEPIOS FUNKTE DAZWISCHEN

 

    Asklepios Kliniken hatten sich noch kurz vor Fristablauf eingeschaltet und 5,01 Prozent an Rhön-Klinikum erworben. Der Fresenius-Konkurrent hatte sich aber nicht zu den strategischen Optionen geäußert, die sich aus dem millionenschweren Einstieg ergeben. Man wolle sich alle Möglichkeiten offenhalten, hatte es nur geheißen. Laut Schneider wurde so  die Übernahme blockiert, ohne "konstruktive Alternative" anzubieten. Das habe verunsichert.

 

    Die Kliniksparte Helios will laut dem Fresenius-Chef dennoch ihre Wachstumsstrategie fortführen und sei gut positioniert auch aus eigener Kraft zu wachsen. "Helios plant, im Jahr 2015 einen Umsatz von 4 bis 4,25 Milliarden Euro zu erreichen. Dieser Ausblick beinhaltet nicht einen möglichen Erwerb der Rhön-Klinikum AG", so Schneider.

 

    Die Kapitalerhöhung im Mai, bei der 1,014 Milliarden Euro erlöst wurden, soll mittelfristig für das Ziel genutzt werden, das Unternehmenswachstum durch Zukäufe stärken, hieß es zudem weiter. Die Netto-Verbindlichkeiten im Verhältnis zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lägen nun zunächst am unteren Ende des Zielkorridors von 2,5 bis 3,0./ck

 

Nachrichten zu Fresenius SE & Co. KGaA (St.)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Fresenius SE & Co. KGaA (St.)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
23.02.2017Fresenius SECo HoldJefferies & Company Inc.
23.02.2017Fresenius SECo HoldKepler Cheuvreux
23.02.2017Fresenius SECo buyDeutsche Bank AG
23.02.2017Fresenius SECo kaufenIndependent Research GmbH
23.02.2017Fresenius SECo overweightJP Morgan Chase & Co.
23.02.2017Fresenius SECo buyDeutsche Bank AG
23.02.2017Fresenius SECo kaufenIndependent Research GmbH
23.02.2017Fresenius SECo overweightJP Morgan Chase & Co.
23.02.2017Fresenius SECo buyCommerzbank AG
22.02.2017Fresenius SECo kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
23.02.2017Fresenius SECo HoldJefferies & Company Inc.
23.02.2017Fresenius SECo HoldKepler Cheuvreux
22.02.2017Fresenius SECo HoldS&P Capital IQ
22.02.2017Fresenius SECo HoldWarburg Research
04.01.2017Fresenius SECo HoldKepler Cheuvreux
07.12.2010Fresenius Vz verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
13.08.2010Fresenius Vz verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
01.04.2010Fresenius VZ "reduce"SEB AG
31.03.2010Fresenius VZ verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
18.09.2008Fresenius sellSociété Générale Group S.A. (SG)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Fresenius SE & Co. KGaA (St.) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht tief im Minus ins Wochenende -- Dow Jones leicht im Plus -- BASF-Aktie fällt trotz höherem Quartalsergebnis -- Rocket Internet, NVIDIA, Nordex im Fokus

Griechischer Zentralbankchef Stournaras dringt auf Einigung mit Gläubigern. VW-Führungsspitze verdient künftig weniger. Risse in Triebwerken des Bundeswehr-Pannenfliegers A400M. Kongress-Rede Trumps birgt Sprengkraft für die Börsen. ProSiebenSat.1-Aktien fallen - Analyst will klarere Digitalstrategie. Bitcoin erreicht neues Rekordhoch. Warum die Deutschen einfach keine Lust auf Aktien haben. RBS verliert seit 2008 rund 58 Milliarden Pfund.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Nordex AGA0D655
BASFBASF11
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
BayerBAY001
Deutsche Telekom AG555750
BMW AG519000
TeslaA1CX3T
Allianz840400
E.ON SEENAG99
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777
NVIDIA Corp.918422