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19.11.2010 16:48

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WDH/WOCHENAUSBLICK: Hoffnung auf weitere Gewinne am deutschen Aktienmarkt

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Investoren am deutschen Aktienmarkt können in der neuen Woche auf weitere Gewinne hoffen. So sehen etwa die Experten der DZ Bank ungeachtet der zuletzt schon starken Kursentwicklung, die dem Leitindex Dax (DAX) mehrfach Höchststände beschert hat, "exzellente Kaufmöglichkeiten". Die Diskussionen über eine erneute Rezession in den USA sollten wieder abflauen und Aktien seien im historischen Vergleich deutlich unterbewertet, heißt es in einem aktuellen Kommentar.          Mangels Unternehmensnachrichten und wegen feiertagsbedingt geschlossener Börsen in Tokio (Dienstag) und New York (Donnerstag) steht den Anlegern zudem wohl eine ruhige Woche bevor. Am ehesten könnten noch Neuigkeiten zur irischen Schuldenproblematik für Impulse sorgen. Derzeit verhandelt das hoch verschuldete EU-Mitglied mit Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über eine Inanspruchnahme des von EU und IWF aufgespannten Rettungsschirms.

ICF: LIQUIDITÄT UND DIVIDENDENRENDITEN HELFEN AKTIEN          Generell werden die Chancen für eine Jahresend-Rally beim deutschen Leitindex positiv gesehen. Laut Marktstratege Klaus Stabel von der ICF Kursmakler AG "bilden reichlich vorhandene Liquidität, nicht mit der Dividendenrendite konkurrenzfähige Niedrigzinsen bei Renten und die Bestätigung der Lokomotivfunktion der deutschen Wirtschaft im OECD-Raum eine gute Voraussetzung für anhaltend freundliche Aktienkurse". Da institutionelle Anleger das Problem zu niedriger Aktienquoten in ihren Portfolios hätten, dürften vor allem sie mit Blick auf das Jahresende ihre Positionen in den kommenden Wochen ausbauen.          Auch Raimund Saxinger, Fondsmanager bei Frankfurt Trust, geht von weiter steigenden Kursen aus. Allerdings dürfte die Aufwärtsdynamik nach der zuletzt starken Entwicklung abnehmen, weshalb der Dax die 7.000-Punkte-Marke wohl bis zum Jahresende nicht mehr knacken werde. Von den anstehenden US-Konjunkturdaten seien keine großen Impulse zu erwarten, da sie allenfalls eine Stabilisierung der weltgrößten Volkswirtschaft auf einem niedrigen Niveau bestätigen dürften.

LBB: RELATIVE DAX-STÄRKE SOLLTE ANHALTEN          Mittelfristig weiter anziehende Notierungen prognostizieren die Anlageexperten der Landesbank Berlin (LBB). Dabei sollte die relative Stärke des deutschen Leitindex innerhalb der Eurozone anhalten. Die moderaten Bewertungen sollten den Aktienmärkten 2011 ebenso Auftrieb geben wie das weiterhin erwartete Wirtschaftswachstum, auch wenn dieses sich abschwächen werde. Die Schwankungsanfälligkeit der Märkte bleibe aber angesichts der europäischen Schuldenprobleme hoch. Dies dürfte "speziell beim Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) für eine langsamere Gangart sorgen".          Von Unternehmensseite sind in der neuen Woche nur wenig Nachrichten aus Deutschland zu erwarten, weshalb neben der weiteren Entwicklung der irischen Schuldenkrise vor allem die Konjunktur im Zentrum der Aufmerksamkeit bleiben dürfte. Am Dienstag stehen das GfK-Konsumklima und Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in Deutschland und Europa auf der Agenda. Tags darauf werden das Ifo-Geschäftsklima sowie die EU-Industrieaufträge veröffentlicht. In den USA werden Nachrichten zu Wirtschaftsleistung und Verbrauchervertrauen, zum Immobilienmarkt und zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter erwartet.

NUR NOCH WENIGE UNTERNEHMENSZAHLEN AUS DER 2. REIHE          Quartalszahlen gibt es lediglich noch von einigen Gesellschaften aus der zweiten Reihe wie dem Autovermieter Sixt (Montag), der Beteiligungsgesellschaft Indus Holding (INDUS) und dem Ticketvermarkter CTS Eventim (CTS EVENTIM) (beide am Donnerstag) sowie vom Saatproduzenten KWS Saat (KWS SAAT) (Freitag). Daneben könnten ein Kapitalmarkttag am Mittwoch die Aktien der Deutschen Post (Deutsche Post) bewegen. Zudem bleibt die weitere Entwicklung beim Abwehrkampf von Hochtief (HOCHTIEF) im Fokus der Anleger. Zuletzt wurde bekannt, dass der spanische Bauriese ACS für eine feindliche Übernahme des deutschen Konkurrenten sein Kapital erhöhen darf./gl/la/he          --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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