Bis zuletzt war unsicher gewesen, ob der Gesetzentwurf tatsächlich durchkommt. Vor allem die von Präsident Barack Obama durchgesetzten höheren Steuern für Spitzenverdiener war vielen Republikanern ein Dorn im Auge. Zudem wollten die Republikaner stärkere Einsparungen, um die schwindelerregend hohen US-Schulden zu drücken.
Eigentlich galt der 31. Dezember als Stichtag, zu dem eine Einigung abgesegnet sein sollte. Doch der so genannte Sturz von der Fiskalklippe verlief glimpflich, weil am Neujahrstag die internationalen Finanzmärkten geschlossen waren. Experten hatten für diesen Mittwoch Turbulenzen an den Märkten und an den Börsen befürchtet, wenn es nicht in letzter Minute eine Einigung gegeben hätte.
In der laufenden Woche dürften Marktteilnehmer dann wieder vor allem auf frische US-Konjunkturdaten schauen. Am Freitag werden die viel beachteten Arbeitsmarktdaten für Dezember bekannt gegeben. Volkswirte rechnen derzeit mit einem Beschäftigungszuwachs außerhalb der Landwirtschaft um 145.000 Stellen. Das würde in etwa dem Plus im Vormonat entsprechen. Einen Tag zuvor wird bereits der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) die Beschäftigtenzahl im Privatsektor melden. Die ADP-Daten geben bereits einen ersten Hinweis darauf, wie die offiziellen Arbeitsmarktdaten Ende der Woche ausfallen werden.
Darüber hinaus dürften am Mittwoch die Bauausgaben für November sowie der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) für das verarbeitende Gewerbe beachtet werden. Die Daten können aber laut Händlern in ihrer Bedeutung nicht annähernd an die Job-Zahlen zum Wochenende heran reichen. Am Freitag veröffentlicht das ISM dann auch die Stimmung der US-Einkaufsmanager im Nicht Verarbeitenden Gewerbe im Dezember.
Ansonsten können sich die Anleger nach Einschätzung von Experten in den kommenden Monaten auf weitere Gewinne am deutschen Aktienmarkt freuen. Und das, nachdem bereits 2012 das beste Jahr für den Leitindex Dax (DAX) seit 2003 gewesen ist. Niedrige Zinsen, die offenen Geldschleusen der Notenbanken, die Entspannung in der europäischen Schuldenkrise, eine globale Konjunkturerholung und günstige Bewertungen sollten die Kurse weiter antreiben.
Die Analysten gehen davon aus, dass der Dax die Marke von 8.000 Punkten überspringen wird. Ende 2013 sehen die von dpa-AFX befragten Experten den Leitindex im Schnitt bei 8.304 Punkten - also rund neun Prozent über dem aktuellen Niveau auf einem neuen Rekordhoch. Damit sollte der bisherige Höchststand von 8.151 Punkten aus dem Sommer 2007 bald Geschichte sein./la/fat/he/stk
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
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