24.12.2012 05:49

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WOCHENAUSBLICK: Weihnachtliche Ruhe, Handel nur an wenigen Tagen


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Ruhig und besinnlich dürfte es zu Beginn der kommenden Woche an den Aktienmärkten zugehen: Weihnachten steht vor der Tür, und die Börse in Frankfurt ist von Heiligabend bis einschließlich des zweiten Weihnachtsfeiertags geschlossen. In Paris, London und New York findet am 24. Dezember ein verkürzter Handel statt. Am ersten und zweiten Feiertag sind die beiden europäischen Börsen ebenfalls geschlossen, während in New York am 26. Dezember gehandelt wird.

 

    Anleger am deutschen Aktienmarkt stellen sich die Frage, ob der Dax an den letzten beiden Handelstagen des Jahres 2012 noch zu einem Schlussspurt ansetzen wird. Zum Ausklang der Vorweihnachtswoche war dem Leitindex in seiner Jahresendrally etwas die Luft ausgegangen. Dabei war er in fünf Gewinnwochen bis auf fast 7.700 Punkte gestiegen, und hatte so hoch gestanden wie zuletzt Mitte Januar 2008.

 

    Experten sehen die größte Gefahr weiterhin im noch immer ungelösten US-Haushaltsstreit. Gelingt es den Vereinigten Staaten nicht, die "Fiskalklippe" rechtzeitig vor Jahresfrist erfolgreich zu umschiffen, könnten die dann automatisch greifenden Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen die größte Volkswirtschaft der Erde in eine Rezession stürzen. Zuletzt haben sich die Positionen von Demokraten und Republikanern wieder voneinander entfernt. Somit liegt das "Fiscal Cliff unterm Weihnachtsbaum", wie die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in ihrem Wochenausblick titelte. Eine Einigung vor Jahresende hält die Helaba inzwischen für unwahrscheinlich.

 

    Auch für Händler Markus Huber vom Broker ETX Capital wird ein Kompromiss zwischen den beiden großen Parteien immer unwahrscheinlicher, zumal innerhalb der republikanischen Partei kein klarer Wille zur Einigung in Steuerfragen erkennbar sei. Die Experten der Landesbank Berlin (LBB) sehen in einem Scheitern der Haushaltsverhandlungen folglich "das größte Negativ-Momentum" für die Märkte, unterstellen allerdings einen positiven Ausgang der Gespräche.

 

    In Europa rückt derweil das kleine Zypern nach der dritten Bonitätsabstufung in nicht einmal einem halben Jahr durch die Ratingagentur Standard & Poor's immer stärker in den Fokus. Das stark von Griechenland abhängige Mittelmeerland braucht dringend finanzielle Hilfe, um seinen viel zu großen Bankensektor rekapitalisieren zu können. Nachdem es in der Eurokrise zuletzt eher nach einer Entspannung ausgehen hatte, könnte sie sich nun wieder verschärfen.

 

    Konjunkturseitig könnten zum Jahresende vor allem Daten aus den USA interessieren: Das Verbrauchervertrauen sowie der Chicago Einkaufsmanagerindex stehen auf der Agenda. Zudem kommen Daten vom US-Häusermarkt./ajx/mis/ag/she

 

    --- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

 

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