Fitch setzt sechs Eurozone-Staaten auf "Watch Negative"
Die Ratingagentur Fitch prüft die Bonitätsnoten von sechs Eurozone-Staaten auf eine Herabstufung. Wie Fitch mitteilte, werden die Ratings von Belgien, Spanien, Slowenien, Italien, Irland und Zypern auf "Watch Negative" gesetzt. Die Prüfung soll bis Ende Januar 2012 abgeschlossen werden. Fitch begründete den Schritt damit, dass eine umfassende Lösung der Euro-Schuldenkrise derzeit nicht in Reichweite sei.
Moody's stuft Belgiens Kreditwürdigkeit herab
Moody's hat die Kreditwürdigkeit Belgiens um zwei Stufen gesenkt. Die Bonität des Landes liege nun bei "Aa3", teilte die Ratingagentur mit. Den Ausblick bezeichnete sie als "negativ", was eine weitere Herabstufung möglich macht. Moody's begründete die Abstufung mit Unsicherheiten hinsichtlich des Wirtschaftswachstums sowie mit der hohen Verschuldung.
Stark (EZB): Weiterer Kauf von Staatsanleihen keine Lösung - WiWo
Für den Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, ist der weitere Kauf von Staatsanleihen durch die EZB keine Lösung in der aktuellen Krise. "Dieses Instrument ist von Zeit und Volumen her begrenzt, wir können nicht unbegrenzt unsere Bilanz ausweiten", sagte der scheidende EZB-Chefvolkswirt der "WirtschaftsWoche" (WiWo). Laut dem Blatt nannte Stark nun erstmals politische Gründe für seinen Rücktritt von diesem Amt zum Jahresende. "Da gibt es ein großes Thema, das dies begründet: dass ich nicht zufrieden bin, wie sich diese Währungsunion entwickelt hat", zitiert ihn die "WiWo". Bislang hatte das EZB-Direktoriumsmitglied immer "persönliche Gründe" für sein Ausscheiden angeführt.
Griechenland und Banken nähern sich bei Forderungsverzicht an
Die griechische Regierung und die Gläubigerbanken sind bei ihren Gesprächen über einen teilweisen Forderungsverzicht einem Kompromiss näher gerückt. Die Regierung und das die Banken vertretende Institute of International Finance (IIF) teilten in einer Erklärung mit: "Es sind Fortschritte erzielt worden und beide Seiten sind sich einig darüber, dass die Anstrengungen für eine freiwillige Lösung fortgeführt werden müssen, die Griechenland auf den Weg einer tragbaren Verschuldung und Wirtschaftserholung zurück bringt."
Vorerst keine Mehrheit für Schuldenbremse in Portugal - dapd
Im portugiesischen Parlament gibt es vorerst keine Zweidrittelmehrheit zur Verankerung einer Schuldenbremse in der Verfassung. Die Sozialisten, auf deren Stimmen das Mitte-rechts-Bündnis von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho angewiesen ist, lehnten die Zustimmung in einer Parlamentsdebatte ab, wie dapd berichtet. Die Einführung einer Schuldenbremse ist eines der zentralen Ergebnisse des EU-Gipfels von der vergangenen Woche, mit denen das Vertrauen der Finanzmärkte in den Euro wiederhergestellt werden.
Abgeordnetenhaus spricht Monti für Sparkurs Vertrauen aus
Das italienische Abgeordnetenhaus hat Regierungschef Mario Monti klar das Vertrauen für sein drastisches Sparprogramm ausgesprochen. Bei einem Vertrauensvotum stellten sich 495 Abgeordnete hinter Monti, 88 votierten gegen ihn. Wegen Italiens hoher Staatsverschuldung hat der parteilose Monti ein milliardenschweres Sparprogramm geschnürt. Ziel des früheren EU-Kommissars ist es, bis 2013 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.
US-Kongress billigt nach zähem Ringen Haushaltskompromiss
Nach zähem Ringen hat der US-Kongress grünes Licht für ein Haushaltsgesetz im Umfang von 1.041,5 Mrd USD (778 Mrd EUR) gegeben und damit einen drohenden Zahlungsstopp der US-Behörden abgewendet. Nach dem Repräsentantenhaus stimmte am Samstag auch der Senat dem zuvor zwischen Republikanern und Demokraten ausgehandelten Kompromiss zu.
DGB-Chef Sommer für Steuererhöhungen für Spitzenverdiener - BamS
Massive Steuererhöhungen für Reiche sollen zur Bekämpfung der Schuldenkrise beitragen. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Michael Sommer, sagte der "Bild am Sonntag" (BamS): "Ich denke an die Einführung einer Vermögenssteuer, die Reichensteuer, die Erhöhung der Erbschaftssteuer und die Besteuerung von Finanztransaktionen."
E.ON treibt Verkauf seines Erdgasnetzes voran - Kreise
Die E.ON-Tochter Ruhrgas treibt den Verkauf ihres Erdgasnetzes voran. Das Unternehmen hat mögliche Investoren aufgefordert, ihr Interesse für die Tochtergesellschaft Open Grid Europe bis Ende Januar zu bekunden, wie mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen sagten. Der Wert des zum Verkauf stehenden Netzes wird mit 2,5 Mrd EUR beziffert.
RWE bringt Schadenersatzklage bei Offshore-Verzögerungen ins Spiel
Der Energiekonzern RWE hat die Bundesregierung in einem Brief vor einem Scheitern wesentlicher Teile der Energiewende gewarnt. Es bestehe die akute Gefahr, dass das Ziel der Bundesregierung, die Offshore-Windkapazitäten bis 2020 auf 7.600 Megawatt auszubauen, "bei weitem" verfehlt werde, heißt es in dem Brief vom 6. Dezember. Hintergrund seien massive Verzögerungen beim Anschluss der geplanten Windparks in der Nordsee.
Verkauf von Kaufhof zieht sich hin
Der Verkauf der Warenhauskette Kaufhof zieht sich weiter hin. Wie erwartet fällte der Aufsichtsrat der Konzernmutter METRO in seiner Sitzung am Freitag keine Entscheidung, wie ein Unternehmenssprecher Dow Jones Newswires sagte. Der Vorstand habe die Angebote der österreichischen Immobiliengruppe Signa sowie des Karstadt-Eigners Nicolas Berggruen vorgestellt. Das Management soll nun mit beiden Bietern Gespräche führen.
ProSiebenSat.1 nutzt alle Wachstumshebel - BöZ
Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 steuert laut einem Zeitungsbericht mit allen vier Säulen ihres Geschäfts einen strammen Wachstumskurs an. Selbst im als ausgereizt geltenden Free TV seien konzernweit bis 2015 zusätzliche Erlöse von mindestens 250 Mio EUR drin, erwartet Finanzvorstand Axel Salzmann laut "Börsen-Zeitung" (BöZ - Samstagausgabe). Trotz der konjunkturellen Eintrübung erwarte der CFO für 2012 bei der deutschen TV-Werbung kein Krisenszenario. Das laufende Geschäftsjahr dürfte nach einem "zufriedenstellenden" vierten Quartal mit einem Rekordergebnis abgeschlossen werden, stellte der Manager in Aussicht.
Airbus will 2012 30 Maschinen des Typs A380 ausliefern
Der Flugzeugbauer Airbus will im kommenden Jahr 30 Exemplare des Großflugzeugs A380 ausliefern. Dieses Jahr plant die EADS-Tochter, mindestens 25 Maschinen dieses Typs an die Kunden zu übergeben, sagte COO Fabrice Bregier. In den ersten elf Monaten des Jahres hat Erbus 22 A380 ausgeliefert.
Telekom Austria halbiert Mindestdividende
Der Telekomkonzern Telekom Austria hat in Erwartung eines zunehmenden konjunkturellen Gegenwinds die Mindestdividende für 2011 und 2012 halbiert. Diese werde für die beiden Jahre auf jeweils 0,38 EUR von 0,76 EUR je Aktie gesenkt, teilte das österreichische Unternehmen nach seiner Aufsichtsratssitzung mit. Ab 2013 bleibe die Ausschüttungsquote bei 55% des freien Cashflows erhalten, solange die Dividende zu keiner Senkung des Eigenkapitals der Gruppe führe.
DJG/bam
(END) Dow Jones Newswires
December 19, 2011 00:30 ET (05:30 GMT)- - 12 30 AM EST 12-19-11