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23.10.2011 18:03

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   EU-Länder wollen "begrenzte Änderungen" der EU-Verträge prüfen

   Die EU-Länder haben sich am Sonntag darauf verständigt, "begrenzte Änderungen" der EU-Verträge zur Stärkung der gemeinsamen Finanzpolitik zu prüfen. Das kündigte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Sonntag in Brüssel auf einem EU-Gipfel an. Demnach bekamen Van Rompuy, EU-Kommissionschef José Manuel Barroso und der Chef der Eurogruppe, der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker, den Auftrag, bis Dezember erste Vorschläge vorzulegen.

   Eurogruppe will Erhöhung Eigenkapital der Banken um 108 Mrd EUR

   Die Finanzminister des Euroraums (Eurogruppe) haben sich im Vorfeld des EU-Gipfeltreffens darauf geeinigt, dass die Banken des Euroraums ihr Eigenkapital bis Mitte 2012 um 108 Mrd EUR erhöhen sollen. Das verlautete aus Verhandlungskreisen.

   Weidmann warnt vor Überforderung Deutschlands in Schuldenkrise - BamS

   Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat vor einer Überforderung Deutschlands in der gegenwärtigen Schuldenkrise gewarnt. In einem Interview mit der "Bild am Sonntag" (BamS) sagte Weidmann zu dem Risiko, dass bei einer Aufstockung des Euro-Rettungsschirms nicht nur Banken, sondern auch Staaten ihre Bonität verlieren könnten: "Der bisherige Ansatz zur Lösung der Krise kann eben nicht nur an Grenzen der politischen Akzeptanz stoßen, sondern auch an finanzielle Grenzen."

   Juncker kritisiert deutsches Management in Schuldenkrise - "Spiegel"

   Euro-Gruppen-Chef Jean Claude Juncker hat das deutsche Management in der Euro-Schuldenkrise kritisiert. "Das Organisationstempo in Berlin ist langsamer als in den anderen Hauptstädten", sagte Juncker dem Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". Den deutschen Parlamentsvorbehalt, den der Bundestag jüngst als Reaktion auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts verabschiedet hatte, sieht Juncker beim Euro-Rettungsschirm EFSF als Problem. "Der Bundestag kann nicht alles bis ins Detail vorher beschließen, weil manchmal auf den Gipfeln bis zuletzt verhandelt wird", sagte Luxemburgs Premierminister Juncker.

   UPDATE/Bund schließt Steuermehreinnahmen von 10 Mrd EUR nicht aus

   Das Bundesfinanzministerium hat höhere Steuereinnahmen im laufenden Jahr nicht ausgeschlossen. "Wir müssen die Steuerschätzung im November abwarten, aber wir hatten ja bereits in der letzten Steuerschätzung ein Plus von 8 Mrd EUR", sagte Ministeriumssprecher Martin Kotthaus zu Dow Jones Newswires. Steuermehreinnahmen von 10 Mrd EUR im laufenden Jahr seien also nicht ausgeschlossen. "Genaueres wissen wir aber erst nach der nächsten Steuerschätzung, die ja demnächst stattfindet", fügte Kotthaus hinzu.

   Deutsche machen Banken für Euro-Krise verantwortlich - "Focus"

   Die Deutschen geben eher den Finanzinstituten als der Politik die Schuld für die Euro-Krise. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS-Emnid für das Nachrichtenmagazin "Focus" machen 42% der Befragten die Banken und Investoren an den internationalen Finanzmärkten für die Krise verantwortlich. Mit 34% sieht etwa jeder Dritte die Schuld für die Krise in der Schuldenpolitik der Euro-Länder. Die Haushaltspolitik Griechenlands im Besonderen orten 16% der Befragten als Ursache der Schuldenkrise.

   Schäuble lässt Alternative zur Steuersenkung durchrechnen - "WiWo"

   Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble arbeitet für den Fall, dass die mit der FDP abgesprochene Entlastung der Steuerzahler am Widerstand der Bundesländer scheitert, bereits an einer Alternative. Wie die "WirtschaftsWoche" (WiWo) berichtet, lässt Schäuble eine Entlastung beim Solidaritätszuschlag um 3 bis 4 Mrd EUR durchrechnen. Wegen der zu erwartenden Kritik an einer Entlastung höherer Einkommensbezieher soll aber nicht der Steuersatz von derzeit 5,5% angerührt werden. Stattdessen plane das Finanzministerium eine Anhebung der Freigrenze, ab welcher der Solidaritätszuschlag überhaupt erhoben wird.

   Bei Celesio scheidet Finanzvorstand Holzherr in Kürze aus - "FAS"

   Der personelle Aderlass an der Spitze namhafter Beteiligungen der Haniel-Gruppe könnte weitergehen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) berichtet, will der Finanzvorstand von Celesio, Christian Holzherr, das Unternehmen verlassen. Spätestens mit Bekanntgabe der Drittquartalszahlen des Pharmagroßhändlers am 10. November werde der Finanzchef aus seinem Amt ausscheiden. "Womöglich noch früher", schreibt die Zeitung ohne Quellenangabe. Celesio gehört wie auch der Handelskonzern Metro zum Haniel-Konzern.

   Telekom will Umsatzausfälle mit Sparprogramm wettmachen - WiWo

   Die Deutsche Telekom will Umsatzausfälle aus einem schwachen Neukundengeschäft durch Kosteneinsparungen auffangen. "Beim Neukundenzuwachs liegen wir unter Plan. Das liegt an der zunehmenden Marktsättigung", sagte der Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme, im Gespräch mit der "WirtschaftsWoche" (WiWo). In einigen Märkten wie den Breitbandanschlüssen sei die absolute Zahl der Neukunden im Vergleich zu den Vorjahren deutlich niedriger. "Da setzt ein Trend ein, den wir erst in zwei, drei Jahren erwartet hatten", sagte van Damme.

   Finanzvorstand Biedenkopf verlässt Conergy zum Februar 2012

   Der Finanzvorstand von Conergy, Sebastian Biedenkopf, verlässt das Unternehmen zum Februar 2012. Biedenkopf mache von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch, welches in Zusammenhang stehe mit einem Wechsel im Aktionärskreis im Juli, teilte das TecDAX-Unternehmen mit.

   Fiat CEO will Maserati-Absatz bis 2014 mehr als verzehnfachen - "AME"

   Fiat-Chrysler CEO Sergio Marchionne will mit der Marke Maserati die Marken Bentley und Porsche angreifen. "Wir haben stark in die Marke investiert und sie hat alle Elemente (...), um in diesen Kampf zu gehen", sagte Marchionne im Gespräch mit der Fachzeitschrift "Automotive News Europe" (AME). Dank drei neuer Modelle soll der Absatz der Marke bis 2014 auf 55.000 bis 60.000 von zuletzt 5.700 Fahrzeugen steigen.

   Lloyds Banking könnte Privatkundengeschäft an die Börse bringen

   Die Lloyds Banking Group schließt einen Börsengang des Privatkundengeschäfts nicht aus. Sollte ein Verkauf der Sparte mit dem Namen Project Verde fehlschlagen, könne diese auch an die Börse gebracht werden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person zu Dow Jones Newswires. "Es ist ein zweigleisiger Prozess. Die Option eines IPO ist nie ausgeschlossen worden." Lloyds Banking, die sich zu 41% im Staatsbesitz befindet, hat die Auflage, sich von dem Geschäftsbereich zu trennen.

   DJG/bek

   (END) Dow Jones Newswires

   October 23, 2011 11:33 ET (15:33 GMT)- - 11 33 AM EDT 10-23-11

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