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24.06.2012 18:00

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WOCHENENDÜBERBLICK/23. und 24. Juni 2012

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   EZB/Asmussen für Transaktionssteuer zunächst mit kleiner Gruppe von Staaten

   Der deutsche Vertreter im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB), Jörg Asmussen, hat sich für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer zunächst in einer kleinen Gruppe von EU-Staaten stark gemacht. "Die Summe der Argumente spricht für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer," sagte Asmussen zu Dow Jones Newswires in als persönlich gekennzeichneten Bemerkungen am Rande eines Treffens der EU-Finanzminister in Luxemburg.

   Schäuble erwartet baldige Abstimmung über Europa

   Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble rechnet damit, dass die Deutschen früher als erwartet über ein neues Grundgesetz abstimmen müssen. Denn Europa müsse als Folge der Schuldenkrise enger zusammenrücken und mehr Befugnisse nach Brüssel abgeben - mit der Folge, dass das deutsche Grundgesetz an seine Grenzen stoßen werde. "Wann es soweit sein wird, weiß ich nicht, weiß wohl keiner. Aber ich gehe davon aus, dass es schneller kommen könnte, als ich es noch vor wenigen Monaten gedacht hätte", so der deutsche Finanzminister in Interview mit dem Wochenmagazin Der Spiegel.

   EZB/Nowotny hat keine Zweifel am Euro

   Für Ewald Nowotny ist der Euro als Währung nicht gefährdet. Die von IWF-Chefin Christine Lagarde geäußerten Zweifel an der Lebensfähigkeit der Gemeinschaftswährung kann er jedenfalls nicht nachvollziehen. "Der Euro als Währung funktioniert. Aber wir haben Probleme in einzelnen Mitgliedsstaaten", so der Gouverneur der Österreichischen Zentralbank. Im österreichischen Radiosender ORF1 zeigte sich Nowotny optimistisch, dass es mit dem Fiskalpakt, einem "Mehr an Europa" und einer "vernünftigen Transaktionssteuer" gelingen werde, nicht nur die gegenwärtige Krise zu lösen, sondern auch künftige Krisen in Europa zu verhindern.

   Weidmann: Monti-Vorschlag höhlt Währungsunion aus - Zeitung

   Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die Forderung des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti zurückgewiesen, die Rettungsschirme EFSF und ESM könnten Staatsanleihen in Milliardenhöhe von Krisenländern kaufen. "Der Vorschlag Montis läuft auf eine durch die EU-Verträge verbotene Staatsfinanzierung durch die Notenpresse hinaus", sagte Weidmann der Süddeutschen Zeitung.

   Athen stößt mit Forderung nach mehr Zeit für Reformen auf Ablehnung

   Die neue griechische Regierung ist mit der Forderung nach Änderungen der Sparvereinbarungen auf Ablehnung gestoßen. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy warnte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview, mit einem größeren Zeitfenster seien zusätzliche Kosten für die Mitgliedstaaten verbunden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ermahnte Athen, die vereinbarten Spar- und Reformmaßnahmen schnell umzusetzen.

   Länder stellen Bedingungen für Zustimmung zum Fiskalpakt

   Es ist der lange Marsch der Kanzlerin zum europäischen Fiskalpakt. Am Sonntag steht die vermutlich letzte politische Hürde an, wenn Regierung und Vertreter der Bundesländer zusammenkommen. Nach der Zustimmung der Opposition will sich die Kanzlerin auch das Abnicken der Länder für die abschließenden Beratungen im Bundesrat am Freitag abholen. Angela Merkel bietet angeblich an, mögliche Strafzahlungen komplett zu übernehmen, sollten die Länder die Brüsseler Sparziele verfehlen. Die Länder fordern dagegen schon jetzt auch finanzielle Zugeständnisse.

   Merkel reist am Mittwoch zu Hollande nach Paris

   Der französische Präsident Francois Hollande hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für Mittwoch zu einem Abendessen eingeladen, um mit ihr den EU-Gipfel nächste Woche vorzubereiten und die Differenzen beider Regierungen auszuräumen. Gesprochen werde auch über die internationale Lage und den künftigen deutsch-französischen Austausch, kündigte das Büro Hollandes an.

   BMW und Toyota vertiefen Kooperation - Magazin

   BMW und Toyota wollen einem Medienbericht zufolge ihre Partnerschaft vertiefen. Der deutsche Hersteller habe damit einen Ersatz für den bisherigen Partner Peugeot im Bereich der Elektromobilität gefunden, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Die Franzosen hatten jüngst die Zusammenarbeit mit der BMW AG aufgekündigt, weil sie stattdessen mit General Motors zusammenarbeiten wollen.

   Deutsche Telekom streicht in Zentrale 1.300 Stellen - Presse

   Die Deutsche Telekom will bis 2015 in der Konzernzentrale 1.300 Stellen streichen. "Eine groß und breit aufgestellte Zentrale entspricht nicht mehr unserer Steuerungsphilosophie als internationaler Konzern", begründete Personalvorstand Marion Schick in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung den Personalabbau. Zugleich betonte die Managerin, die Verkleinerung der Zentrale solle sozialverträglich umgesetzt werden.

   RWE beklagt erneut fehlende Windpark-Anbindung - Magazin

   Der neue RWE-Chef Peter Terium sieht wegen Verzögerungen beim Netzanschluss die Wirtschaftlichkeit der eigenen Offshore-Windparks und sogar die gesamte Energiewende in Gefahr. Der zuständige Netzbetreiber TenneT habe RWE gerade mitgeteilt, dass "es weitere massive Verzögerungen beim Anschluss unseres Offshore-Windparks Nordsee Ost gibt", sagte der Manager dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Damit sei die Wirtschaftlichkeit des Projektes extrem gefährdet.

   Fuchs Petrolub will höhere Kosten an Kunden weitergeben - Presse

   Der Schmiermittelkonzern Fuchs Petrolub hat mit deutlich höheren Einkaufskosten zu kämpfen und sucht sein Heil nun in Preiserhöhungen. "Die Preise bei Rohstoffen sind deutlich gestiegen und bleiben auf hohem Niveau. Die Abschwächung des Euro zum Dollar erhöht unsere Kosten zusätzlich", sagte der Finanzchef des Mannheimer Unternehmens, Alexander Selent, der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag. Man sei deshalb dabei, die Preise "weltweit anzupassen".

   MLP hofft nach schwachem Quartal auf das 2. Halbjahr - Presse

   Der Finanzdienstleister MLP ist mit dem bisherigen Jahresverlauf unzufrieden. "Das erste Halbjahr bleibt aus heutiger Sicht hinter unseren Erwartungen zurück", sagte Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag. Das zweite Quartal sei wegen des schwierigen Marktumfelds verhalten angelaufen. Für das Gesamtjahr 2012 zeigte sich Schroeder-Wildberg dennoch optimistisch.

   Porsche will weltweite Präsenz ausweiten - dapd

   Der Sportwagenhersteller Porsche will sein Händlernetz weltweit deutlich ausbauen. "In den sogenannten schnell wachsenden Marktregionen wollen wir unsere Präsenz ausweiten", sagte der Porsche-Vertriebsvorstand Bernhard Maier der Nachrichtenagentur dapd. "Wir haben aktuell 750 Porsche-Zentren und wollen Ende des Jahrzehnts in etwa auf 1.000 kommen", konkretisierte er die Pläne.

   Moody's senkt den Daumen über die Postbank

   Die Ratingagentur Moody's sieht zahlreiche Risiken für die Deutsche Postbank und hat deshalb die Bonität des Bonner Instituts gesenkt. Langfristig hält Moody's nur noch ein Rating von A2 für angemessen, bislang hatte die Einstufung A1 gelautet.

   US-Gericht rüffelt Dauerstreit zwischen Apple und Motorola

   Ein US-Gericht in Chicago hat eine wichtige Schneise in den schwelenden Dauerstreit zwischen Apple und dem Handyhersteller Motorola Mobility gezogen. Richter Richard Posner wies eine Klage des iPhone-Herstellers Apple gegen die Google-Tochter ebenso wie eine Gegenklage ab. Vorsorglich untersagte er beiden Kontrahenten auch, die Klagen erneut einzureichen.

   GM ruft 413.000 Chevrolet zurück in die Werkstatt

   Die Bemühungen des US-Autobauers um mehr Qualität seiner Produkte haben einen Rückschlag erlitten. GM muss im Heimatmarkt 413.000 Fahrzeuge seiner Marke Chevrolet in die Werkstätten zurückrufen. Es bestehe die Gefahr, dass sich Flüssigkeiten im Motorraum stauen und so die Gefahr eines Feuers entsteht. Bislang habe es noch keine Unfälle oder Verletzte wegen des Problems gegeben.

   Italienische Bank Monte dei Paschi will Staatshilfe - Kreise

   Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena muss möglicherweise erneut beim Staat um Unterstützung bitten. Um auf das von den Behörden geforderte Kernkapital zu kommen, werde das Institut 1 Milliarde Euro bei der Regierung anfordern, berichtet eine Person mit entsprechenden Informationen.

   DJG/jhe

   (END) Dow Jones Newswires

   June 24, 2012 11:30 ET (15:30 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 30 AM EDT 06-24-12

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