25.11.2012 18:32
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WOCHENENDÜBERBLICK/24. und 25. November 2012

   EZB/Asmussen: Schuldenschnitt für Athen keine Option

   Ein Schuldenschnitt für Griechenland gehört nicht zu den Maßnahmen, mit denen die Finanzen des Landes stabilisiert werden sollen. Das hat Jörg Asmussen, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, in einem Interview mit bild.de deutlich gemacht. Asmussen dementierte damit indirekt angebliche Bestrebungen auch der EZB, die öffentlichen Gläubiger zu einem teilweisen Forderungsverzicht zu bewegen. Diese waren am wochenende vor der entscheidenden Sitzung der Eurogruppe zur Freigabe eines weiteren Milliardenkredits an Griechenland aufgekommen. Neben der EZB werbe auch der Internationale Währungsfonds derzeit intensiv für einen möglichen zweiten Schuldenschnitt, hatten der Spiegel und die Welt am Sonntag berichtet.

   Deutsche Banken sollen ihr Testament für Finanzmisere machen

   Die größten deutschen Banken sollen nach dem Willen der Bundesregierung in einem Testament ihre Planungen für mögliche gravierende Finanzprobleme festlegen. Ein Sprecher des Finanzministeriums bestätigte einen Bericht der Süddeutschen Zeitung. Bereits Anfang des Monats hatte die Finanzaufsicht BaFin entsprechende Pläne angekündigt. Das zugehörige Gesetz soll laut Zeitung bereits im Dezember, spätestens aber Anfang 2013, vom Kabinett beschlossen werden.

   BaFin-Chefin für kleine Schritte bei Bankenaufsicht - Wieland gegen EZB

   Bei der Gestaltung der künftigen Bankenaufsicht in Europa sind die auseinanderlaufenden Zielrichtungen auch in Deutschland deutlich geworden. So hat sich die Präsidentin der deutschen Finanzaufsicht BaFin für einen schrittweisen Aufbau bei der Europäischen Zentralbank ausgesprochen. Der künftige Wirtschaftsweise Volker Wieland hat dagegen davor gewarnt, die Bankenaufsicht der EZB zu übertragen.

   Thyssenkrupp will 2 Milliarden Euro sparen - Bericht

   Sparen steht beim Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp offenbar weiter ganz oben auf der Agenda. In den kommenden drei Jahren sollen die Kosten um zwei Milliarden Euro gedrückt werden, schreibt die Süddeutsche Zeitung mit Verweis auf Konzernkreise. Ein großer Arbeitsplatz-Abbau sei bei dem Sparpaket aber nicht vorgesehen.

   Hohe Quote für Gläubiger von Lehman Brothers Deutschland - dapd

   Im finanziell bislang größten deutschen Insolvenzverfahren können Gläubiger der Lehman Brothers Bankhaus AG auf eine ungewöhnlich hohe Quote hoffen. Durch die erhebliche Insolvenzmasse sei eine Erfüllung der Gläubigerforderungen "zu 80 Prozent im Bereich des Denkbaren", sagte Hubertus Kolster, Managing Partner der Kanzlei CMS Hasche Sigle, bei der das Verfahren der deutschen Tochter von Lehman Brothers angesiedelt ist.

   BP möchte Nord-Stream-Gaspipeline bis Großbritannien verlängern

   BP steht in frühen Gesprächen mit dem Pipeline-Konsortium Nord Stream über eine Verlängerung von Deutschland bis nach Großbritannien. Das Interesse des britischen Ölkonzerns, mit dem Konsortium unter Führung der russischen Gazprom ins Geschäft zu kommen, ist nicht neu. Bislang war dies jedoch durch Aktionärsvereinbarungen bei BPs russischem Joint Venture TNK-BP ausgeschlossen. Das Konsortium Nord Stream umfasst Gazprom, die BASF-Tochter Wintershall, E.ON Ruhrgas, Nederlandse Gasunie und die französische GDF Suez.

   Buzzi Unichem überschreitet bei Dyckerhoff 95-Prozent-Schwelle

   Die Tage als börsennotiertes Unternehmen könnten bei der Dyckerhoff AG gezählt sein. Mehrheitseigner Buzzi Unichem SpA wird ab 30. November 96,6 Prozent der Anteile des zweitgrößten deutschen Zementkonzerns halten. Damit hätten die Italiener die Option, den restlichen Aktionären ein Abfindungsangebot vorzulegen. Die Entscheidung, ob sie dieses Recht ausüben wollen, hat Buzzi Unichem nach eigenen Angaben noch nicht getroffen.

   Peugeot setzt auf Opel/GM-Allianz - ab 2015 wieder Gewinn

   Der französische Automobilhersteller PSA Peugeot Citroën hält ungeachtet jüngster Irritationen an der Allianz mit General Motors (GM) und der Europatochter Opel fest und erwartet für 2015 die Rückkehr in die Gewinnzone. Dem Unternehmen stehe zwar eine längere Durststrecke bevor. Doch "Ende 2014 werden wir wieder einen positiven Cashflow haben, im Jahr darauf wieder Gewinn machen", sagte Maxime Picat, Chef der Marke Peugeot, der Welt am Sonntag.

   DJG/smh

(END) Dow Jones Newswires

   November 25, 2012 12:01 ET (17:01 GMT)

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