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02.02.2012 16:56

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WSJ: GE hält trotz Eurokrise an Investitionen in Deutschland fest

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   FRANKFURT (Dow Jones)--Der US-Mischkonzern General Electric sieht trotz der Krise des Euroraums keinen Anlass, seine für Deutschland geplanten Investitionen zurückzufahren. "Wir wollen eine stärkere Position in Deutschland einnehmen", bekräftigte Ferdinando Beccalli-Falco, der bei GE für das hiesige Geschäft verantwortlich ist, im Gespräch mit dem Wall Street Journal Deutschland. "Wir haben unsere Investitionen nicht gedrosselt."

   Deutschland kommt als größter europäischer Wirtschaft für die Präsenz des US-Konzerns auf dem Kontinent eine Schlüsselrolle zu. GE erklärte im letzten Jahr, die deutschen Geschäfte binnen fünf Jahren verdoppeln zu wollen. Gelingen soll das durch eine Kombination aus organischem Wachstum und Zukäufen. Im kommenden Jahr sei eine größere Akquisition durchaus denkbar, sagte Beccalli-Falco im Interview.

   Die Erlöse aus dem Deutschland-Geschäft seien entgegen den ursprünglichen Erwartungen im vergangenen Jahr gewachsen, sagte der GE-Veteran, der auch für Europa und Nordasien zuständig ist. Konkrete Zahlen für das Deutschland-Geschäft nannte Beccalli-Falco aber nicht.

   Die Produktpalette des zu den größten Mischkonzernen der Welt zählenden Unternehmens reicht von Flugzeugtriebwerken über medizinische Ultraschallgeräte bis zu Gasturbinen. Im vergangenen Monat hatte GE gesagt, die Krise im Euroraum sei insbesondere für seine Gesundheitssparte eine Herausforderung. Wohl und Wehe des US-Riesen hängen aber weit weniger vom Europa-Geschäft ab als zum Beispiel bei seinem großen Konkurrenten Siemens.

   GE hatte im vergangenen Jahr insgesamt einen Umsatz von 147,3 Milliarden US-Dollar, rund ein Fünftel davon auf dem europäischen Markt inklusive der Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Siemens erzielte demgegenüber mehr als die Hälfte seines Jahresumsatzes von 73,5 Milliarden Euro in der EMEA-Region, zu der auch Afrika und der Mittlere Osten zählen.

   Die beiden Technologie-Giganten konkurrieren auf zahlreichen Geschäftsfeldern, darunter dem Energie- und Medizintechnikbereich. Siemens hat die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise bereits deutlich zu spüren bekommen. Im letzten Monat teilten die Münchener mit, dass die Neuaufträge im ersten Geschäftsquartal um fünf Prozent gesunken seien. Zur Begründung hieß es, die aus der Schuldenkrise resultierenden Unsicherheiten hätten "ihre Spuren hinterlassen".

   Beccalli-Falco bezeichnete die Eurokrise als "ernst, aber nicht dramatisch". Die Lage Griechenlands sei zwar schwierig, werde in der öffentlichen Diskussion aber etwas zu hoch gehängt. Griechenland sei ein wenig "wie Alabama in den USA, und wenn Alabama bankrott ginge, würde das nicht so die Schlagzeilen bestimmen wie all die Nachrichten, die wir aktuell zu Griechenland bekommen."

   Der gebürtige Italiener arbeitet seit 1975 für GE. Bevor er für seinen aktuellen Posten nach Frankfurt gewechselt war, verantwortete Beccalli-Falco die internationalen Geschäfte des US-Konzerns. Er glaubt, dass die Krise Gedanken über eine europäische Fiskalunion vorantreiben wird - eine seiner Ansicht nach positive und längst überfällige Entwicklung, da eine Währungs- und Fiskalunion eigentlich "Hand-in-Hand" hätte kommen müssen.

   Beccalli-Falco geht davon aus, dass GE in Russland und Zentraleuropa in den kommenden Jahren stark wachsen wird. Dagegen werde die Lage in Italien und Spanien schwierig bleiben. GE-Chef Jeff Immelt zufolge reagiert GE auf die Entwicklungen bereits mit einer Umstrukturierung seiner europäischen Geschäfte. Beccalli-Falco betonte: "Wir müssen in Europa produktiver werden."

-Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires +49 69 29 725 107; philipp.grontzki@dowjones.com

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   February 02, 2012 10:26 ET (15:26 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 10 26 AM EST 02-02-12

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