05.12.2012 20:30
Bewerten
 (0)

'WSJ': Spanien beißt bei Verhandlungen um Hilfsantrag auf Granit

    NEW YORK (dpa-AFX) - Spanien lässt sich laut einem Zeitungsbericht nicht von seiner Forderung abbringen, im Gegenzug für einen Hilfsantrag Zinsgarantien der Europäischen Zentralbank (EZB) zu erhalten. Madrid stoße damit bei seinen Euro-Partnern jedoch auf Ablehnung, berichtet das "Wall Street Journal" am Mittwoch auf seiner Internetseite mit Bezug auf einen hochrangigen spanischen Regierungsbeamten.

 

    Bislang erhält Spanien nur internationale Hilfsgelder, um seine maroden Banken zu sanieren. Seit Monaten wird das krisengeschüttelte Euro-Schwergewicht allerdings als Kandidat gehandelt, um den ganzen Staatshaushalt unter den Rettungsschirm zu stellen. Die EZB ist zwar notfalls bereit, unbegrenzt Staatsanleihen von Euro-Krisenländern aufzukaufen. Allerdings nur unter strikten Auflagen. Voraussetzung wäre zunächst, dass Madrid den Krisenfonds ESM aktiviert.

 

    Doch die spanische Regierung pokert hoch, um maximale Unterstützung bei einem solchen Schritt zu erhalten. Laut "WSJ" verlangt Madrid die Zusicherung, dass die Risikoprämie für zehnjährige spanische Staatsanleihen gegenüber als sicher gehandelten Bundesanleihen durch Markteingriffe der EZB um 200 Basispunkte gedrückt wird. Dasselbe hatte Mitte Oktober bereits die spanische Tageszeitung "El Pais" berichtet.

 

    Zur Wochenmitte lag dieser Risikoaufschlag erstmals seit Monatsbeginn wieder über 400 Basispunkten und damit mehr als doppelt so hoch, wie von der spanischen Regierung gewünscht. Am Mittwochvormittag war Madrid bei einer Anleiheauktion auf einem Teil seines Angebots sitzengeblieben. Die Finanzmärkte reagierten mit gestiegenem Misstrauen.

 

    Mit seiner Forderung dürfte Spanien sich aber kaum durchsetzen können. Die von der EZB in Aussicht gestellten Anleihekäufe sollen lediglich den Laufzeitbereich von bis zu drei Jahren umfassen. Zudem hatte sich die Notenbank bislang stets dagegen ausgesprochen, im Rahmen des Kaufprogramms explizite Zinsschwellen zu verteidigen./hbr/he

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht tief im Minus ins Wochenende -- Dow Jones schließt leicht im Plus -- VW mit Milliardengewinn -- BASF-Aktie fällt trotz höherem Quartalsergebnis -- Rocket Internet, NVIDIA, Nordex im Fokus

Griechischer Zentralbankchef Stournaras dringt auf Einigung mit Gläubigern. VW-Führungsspitze verdient künftig weniger. Risse in Triebwerken des Bundeswehr-Pannenfliegers A400M. Kongress-Rede Trumps birgt Sprengkraft für die Börsen. ProSiebenSat.1-Aktien fallen - Analyst will klarere Digitalstrategie. Bitcoin erreicht neues Rekordhoch.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BASFBASF11
Nordex AGA0D655
Daimler AG710000
BayerBAY001
Apple Inc.865985
Scout24 AGA12DM8
BMW AG519000
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
adidas AGA1EWWW