25.02.2013 11:48
Bewerten
 (0)

Wachstum am Bau schwächt sich ab

    WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Boom am deutschen Bau hat sich im vergangenen Jahr abgeschwächt. Zwar schlossen die Unternehmen 2012 mit einem Plus bei Aufträgen und Umsatz ab, doch das Wachstum fiel schwächer aus als 2011, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes stieg um 0,4 Prozent auf rund 93,8 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor hatte die Branche noch ein Plus von nominal 12,5 Prozent verbucht. "Der frostige Dezember hat uns die Jahresbilanz verhagelt", sagte der Sprecher des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Heiko Stiepelmann.

    Mit dem Gesamtjahr seien die Unternehmen aber durchaus zufrieden angesichts der starken Vorgaben des Jahres 2011. Getragen wurde das Wachstum erneut vor allem vom Wohnungsbau, der von der Flucht der Anleger in "Betongold" - also Immobilien profitierte. Preisbereinigt verbuchte das Bauhauptgewerbe 4,2 Prozent mehr Aufträge als ein Jahr zuvor. Die Nachfrage im Hochbau kletterte um 5,4 Prozent, im Tiefbau gab es ein Plus von 2,8 Prozent. Durchschnittlich beschäftigten die Unternehmen des Hoch- und Tiefbaus 745 000 Mitarbeiter. Das waren etwa 11 000 mehr als im Jahr zuvor. Erfasst wurden Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten

    Im Dezember brach der Umsatz um 10 Prozent ein, der Auftragseingang sank um 6,6 Prozent. "Der schwache Dezember hat das Ergebnis des Gesamtjahres stärker heruntergezogen als erwartet", sagte Stiepelmann. Für dieses Jahr erwartet die Branche ein Umsatzplus von 2 Prozent. Vor allem der Wohnungsbau werde weiter zulegen. "Beim öffentlichen Bau sehen wir dagegen größere Risiken, sollten die Steuereinnahmen nicht mehr so kräftig sprudeln"./ben/mar/DP/she

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Wall Street geschlossen -- Deutsche Bank dampft Handel mit Gold und Silber ein -- Aufspaltungsforderung - Was Europa von Google will -- Infineon, BASF, Amazon, Google im Fokus

Juncker will keine Strafen für EU-Haushaltssünder. Berlin und Paris für stärkere Regulierung von Internetfirmen. Bundesregierung schließt Anti-Spionage-Vertrag mit Blackberry. Opec befeuert Ölpreisverfall. GDL-Chef zeigt sich kampfbereit. Infineon leidet unter herausforderndem Marktumfeld. E.ON verkauft Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden Euro. Arbeitslosigkeit in Frankreich steigt und steigt. Draghi: EZB zu weiteren Maßnahmen bereit.
20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?