16.01.2013 07:39
Bewerten
 (4)

Weltbank sieht Entspannung in Eurozone

Wachstum bleibt schwach
Die Gefahr einer schweren Finanzkrise in der Eurozone ist nach Ansicht der Weltbank weitgehend gebannt.
Das Vertrauen der Märkte in Europa habe sich im vergangenen halben Jahr "dramatisch verbessert", weil die Staaten und die Europäische Zentralbank richtige Schritte zur Stützung der Gemeinschaftswährung unternommen hätten, stellt die Organisation in ihrem am Dienstag (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Wirtschaftsausblick fest.

    Dennoch sei es zu früh für eine echte Entwarnung. Die schwächeren Euro-Staaten liefen bei nachlassendem Reformeifer weiterhin Gefahr, von den Kapitalmärkten abgeschnitten zu werden. Das bleibe ein starkes Abwärtsrisiko für die Weltwirtschaft.

    Entgegen der "ermutigenden" Signale von den Märkten sei die tatsächliche globale Konjunktur insgesamt noch "sehr wackelig und unsicher", sagte Weltbankchef Jim Yong Kim laut einer Mitteilung. Vor allem die anhaltende Schwäche in den Industrienationen "trübt die Aussichten für eine schnelle Verbesserung und eine Rückkehr zu einem stabileren Wachstum." Gefahren gingen auch von den politischen Wirren um den Schuldenabbau in den USA aus.

    Insgesamt werde die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr weltweit um 2,4 Prozent zunehmen, nach 2,3 Prozent in 2012, schätzt das multilaterale Finanzinstitut in seinem neuesten Ausblick. Erst für 2014 und 2015 sehe es mit 3,1 Prozent und 3,3 Prozent besser aus.

    Für die Eurozone erwartet die Weltbank in diesem Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,1 Prozent. Danach gehe es deutlich aufwärts: 2014 lege das BIP um 0,9 Prozent zu und 2015 um 1,4 Prozent.

WASHINGTON (dpa-AFX)

Bildquellen: gualtiero boffi /Shutterstock.com, jorisvo / Shutterstock.com
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX tiefrot -- Deutsche-Bank-Kunden ziehen wohl Einlagen in Milliardenhöhe ab -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- QUALCOMM will NXP kaufen

Zerschlagung von Wells Fargo gefordert. Tesla: Autopilot schuldlos an Unfall auf deutscher Autobahn. Monopolkommission erwartet lange Prüfung von Bayers Monsanto-Kauf. Fed-Chefin: Ankauf von Aktien und Bonds könnte bei Abschwung helfen. va-Q-tec schlägt Aktien in der Mitte der Preisspanne los.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?