09.06.2013 15:00
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Konjunkturtermine: Alle Augen auf China und Japan

Konjunkturtermine: Alle Augen auf China und Japan
Wachstum in Gefahr
Beim Blick auf die kommende Handelswoche könnten die anstehenden Konjunkturdaten aus China einmal mehr für Aufregung sorgen – die sonntagfrüh veröffentlichte Mai-Handelsbilanz enttäuschte.
von Jörg Bernhard

Der Startschuss wurde heute früh mit der Bekanntgabe der Handelsbilanz und den Konsumenten- und Produzentenpreisen für den Monat Mai abgegeben. Mit einem Exportwachstum von lediglich einem Prozent p.a. enttäuschte das Zahlenwerk völlig. Montagfrüh geht es dann Schlag auf Schlag: Neben der chinesischen Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsätzen steht nämlich auch das revidierte japanische Bruttosozialprodukt für das erste Quartal vor der Tür. Schätzungen von Analysten zufolge sollen die ersten Zahlen (+0,9 Prozent gegenüber Vorquartal und +3,5 Prozent p.a.) bestätigt werden. Deutlich dynamischer müsste sich eigentlich Chinas Industrieproduktion (+9,2 Prozent p.a.) und Einzelhandel (+12,8 Prozent p.a.) entwickelt haben, aber nach den Exportzahlen ist das Enttäuschungspotenzial relativ groß.

US-Wirtschaft hofft auf Konsum

Wie sich die Einzelhandelsumsätze in den USA im Mai entwickelt haben, erfahren die Investoren am Donnerstagnachmittag (14.30 Uhr). Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten sollen diese gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent gewachsen sein. Zeitgleich stehen auch die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe zur Bekanntgabe an. In der vergangenen Handelswoche mussten die Investoren eine regelrechte Flut an Daten zum US-Arbeitsmarkt verarbeiten. Summa summarum fiel dessen Entwicklung besser als erwartet aus. Vor dem Wochenende heißt es dann noch einmal: Aufpassen. Produzentenpreise und Zahlen zur Industrieproduktion im Mai dürften für ein hohes Maß an Aufmerksamkeit sorgen. Den Schlusspunkt liefert dann der von der Uni Michigan ermittelte Index zum Konsumentenvertrauen. Für die US-Wirtschaft spielt der heimische Binnenkonsum traditionell eine große Rolle, schließlich gelten die US-Amerikaner weniger im Export als im Import von Waren als wahre Weltmeister.

Bildquellen: Tan Kian Khoon / Shutterstock.com
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