07.02.2013 08:23
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Wacker Chemie erreicht Jahresziele in schwierigem Umfeld

   Von Heide Oberhauser-Aslan

   Die Solarkrise vermiest Wacker Chemie weiter das Geschäft. Im vierten Quartal konnte der Münchener Spezialchemiekonzern aber dank guter Nachfrage in den Chemiegeschäften das operative Ergebnis verbessern und die Erlöse leicht über Vorjahresniveau halten. Wacker liefert an die Solarbranche hochreines Polysilizium, das in Solarpanels zum Einsatz kommt. Die Preise für Polysilizium sind im vergangenen Jahr stark gefallen, weil es Überkapazitäten in Asien gibt und die Nachfrage in Europa eingebrochen ist. Die Preise für Polysilizium hätten sich innerhalb eines Jahres halbiert, erklärte Wacker Chemie. Besser lief es in den Chemiebereichen, dank der wachsenden Nachfrage nach Polymerprodukten.

   Die im Jahresverlauf 2012 reduzierten Jahresziele konnte Wacker Chemie dennoch erreichen. Die Erlöse fielen nach vorläufigen Zahlen auf Jahressicht um knapp 6 Prozent auf 4,63 Milliarden Euro. Noch stärker um 29 Prozent auf 787 Millionen Euro gab das operative Ergebnis (EBITDA) nach. Das Jahresergebnis fiel mit 107 (Vorjahr 356) Millionen Euro auf weniger als ein Drittel zurück.

   Im vierten Quartal schnitt Wacker Chemie besser ab als Analysten erwartet hatten. Das Quartal war zwar erneut von Preisdruck bei Polysilizium und bei Halbleiterwafern geprägt, das Chemiegeschäft lief aber weiter auf hohem Niveau. Der Umsatz erreichte mit 1,02 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres. Das operative Ergebnis legte um 17 Prozent auf 130 Millionen Euro zu.

   Eine Prognose für das laufende Jahr gab Wacker wie üblich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ab. In den vergangenen Wochen habe es ermutigende Signale gegeben, die auf einen verstärkten Ausbau der Photovoltaik hindeuteten, hieß es. Das könnte sowohl den Absatz als auch die Preise für Polysilizium positiv beeinflussen. Das Risiko, dass es zu einem Handelskonflikt zwischen China und Europa komme, sei allerdings noch nicht vom Tisch. Die Rahmenbedingungen für Halbleiterwafer hätten sich in den ersten Wochen des Jahres dagegen nicht verbessert. Die Nachfrage im Chemiegeschäft sei weiter gut.

   Der mehrheitlich im Familienbesitz stehende Konzern liefert neben Polysilizium für den Solarmarkt Wafer an den Halbleitermarkt und Chemikalien unter anderem für die Bau-, Automobil-Lacke-, Textilien- und Papierindustrie.

   Kontakt zum Autor: heide.oberhauser@dowjones.com

   DJG/hoa/bam

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   February 07, 2013 01:52 ET (06:52 GMT)

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