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26.01.2012 08:14

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Wacker Chemie leidet unter Nachfrageschwäche

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   MÜNCHEN (Dow Jones)--Die schwache Nachfrage von Kunden aus der Solar- und Chipindustrie und hohe Rohstoffkosten haben Wacker Chemie 2011 einen deutlichen Gewinnrückgang beschert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel vorläufigen Berechnungen zufolge um 8% auf rund 1,10 Mrd EUR. Der Umsatz legte zwar leicht um 3% auf 4,91 Mrd EUR zu, wie der Münchener Spezialchemiekonzern bekanntgab. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen aber nur noch 350 gegenüber 497 Millionen Euro im Vorjahr.

   Mit den Zahlen verfehlte die Wacker Chemie AG die ohnehin schon pessimistischen Analystenschätzungen.

   Für 2012 zeigte sich der MDX-Konzern - zumindest was die Mengenentwicklung angeht - aber wieder vorsichtig optimistisch. In den ersten Wochen des Jahres habe die Kundennachfrage wieder an Fahrt gewonnen. Sowohl in den Chemiebereichen als auch bei Halbleiterwafern und Polysilizium verzeichne Wacker im Vergleich zum schlechten vierten Quartal wieder steigende Absatzmengen. Im Halbleitergeschäft sind die die Preise nach Angaben des Unternehmens aber weiterhin rückläufig.

   Deutliche Nachfragerückgänge musste Wacker Chemie vor allem im vierten Quartal hinnehmen. Im margenstarken Polysiliziumgeschäft machen Wacker Chemie die Probleme der Kunden aus der Solarbranche zu schaffen. Die Photovoltaikindustrie leidet unter Überkapazitäten, die zu einem Preisverfall geführt haben. Die angespannte Lage drückt auch die Preise für das von Wacker Chemie gelieferte hochreine Polysilizium. Im vierten Quartal ging das EBITDA der Sparte um 22% auf etwa 165 Mio EUR zurück. Der Umsatz fiel sogar um 32% auf rund 255 Mio EUR.

   Sorgen bereiten Wacker Chemie weiterhin die Halbleitersparte Siltronic, die unter Nachfrageschwund und schwacher Auslastung leidet. Hier rutschte der Umsatz im vierten Quartal um 33% auf rund 180 Mio EUR, das EBITDA landete mit minus 60 Mio EUR in der Verlustzone. Auch in den Chemiebereichen lief es für Wacker im vierten Quartal schlecht. Hier hat sich das EBITDA im vierten Quartal halbiert.

-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires +49 (0)69 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/jhe (END) Dow Jones Newswires

   January 26, 2012 01:44 ET (06:44 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 44 AM EST 01-26-12

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