München (aktiencheck.de AG) - Die
Wacker Chemie AG teilte am Donnerstag mit, dass ihr die Europäische Investitionsbank (EIB) einen langfristigen Kredit über 400 Mio. Euro zur Finanzierung ihrer neuen Polysilicium-Produktion am Standort Nünchritz (Sachsen) zugesagt hat.
Den Angaben zufolge haben Vorstand und Verwaltungsrat der EIB der Kreditvergabe bereits zugestimmt, die vertraglichen Details sollen in den nächsten Wochen unterzeichnet werden. Wacker hat für die neue Polysilicium-Produktion in Nünchritz Investitionen von insgesamt rund 800 Mio. Euro vorgesehen. Durch die Anlage entstehen voraussichtlich etwa 450 neue Arbeitsplätze, hieß es.
Laut dem Unternehmen hat die neue Polysiliciumanlage am Standort Nünchritz eine Nennkapazität von 10.000 Jahrestonnen und soll 2011 in Betrieb genommen werden. Zusammen mit den laufenden Ausbaumaßnahmen am Standort Burghausen steigert Wacker damit seine Jahreskapazität von derzeit 15.000 Tonnen Polysilicium auf insgesamt 35.500 Tonnen. Mit dieser Erweiterung trägt man dem weltweit weiter steigenden Bedarf an polykristallinem Reinstsilicium Rechnung, den das Unternehmen erwartet. Wacker rechnet beim Polysiliciumbedarf der Solarindustrie in den kommenden Jahren auch künftig mit zweistelligen jährlichen Wachstumsraten.
Die Aktie von Wacker Chemie gewinnt momentan 5,36 Prozent auf 76,92 Euro. (14.05.2009/ac/n/d)