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New York 06.07.2011 (www.emfis.de) Suntech Power Holdings hat eine langjährige Liefervereinbarung mit dem amerikanischen Wafer-Produzenten MEMC Electronic Materials beendet. Die Auflösung steht in Zusammenhang mit den zuletzt wieder deutlich gefallenen Preisen für Polysilizium, die den Kauf von MEMC-Wafern unter den bisherigen Konditionen für Suntech unrentabel machte.
Die ursprüngliche Liefervereinbarung zwischen den beiden Unternehmen war 2006 ausgehandelt worden, die Laufzeit lag bei 10 Jahren. Seinerzeit war die Absicherung des hohen Wafer-Bedarfs für den schnell wachsenden chinesischen Solarkonzern die oberste Priorität. MEMC erhielt dafür unter anderem einen 4,99prozentigen Anteil an Suntech Power.
Ausstieg verursacht hohe Einmalbelastung
Die Auflösung des Vertrags lässt sich MEMC jetzt mit einer Sonderzahlung von 120 Millionen
Dollar versüßen. Hinzu kommen für das chinesische Unternehmen noch Belastungen aus Abschreibungen, so dass die Gesamtkosten für die Beendigung der Vereinbarung bei rund 212 Millionen Dollar liegen werden. Im Gegenzug rechnete heute die Zeitung „China Business News“ vor, dass Suntech durch die Auflösung in den kommenden 5 Jahren insgesamt 400 Millionen Dollar sparen könne, sofern der Konzern in diesem Zeitraum Wafer mit Leistung von 4,6 Gigawatt einkaufen werde. Im Frühjahr hatte Suntech außerdem die Übernahme des Wafer-Herstellers Zhenjiang Rongde gemeldet, mit dem die hauseigene Wafer-Produktion verstärkt wurde.
An der NYSE gaben Suntech Power gestern 1,65 Prozent auf 7,77 Dollar ab. In Frankfurt liegt die
Aktie aktuell 0,75 Prozent im Plus bei 5,40 Euro.